Abe wackelt in -66 kg: Die Rivalen werden mutiger
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Hifumi Abe ist seit Jahren der Maßstab in der Klasse bis -66 kg. Lange kam der größte Druck nicht von der internationalen Bühne, sondern aus Japan selbst: Joshiro Maruyama. Seit dessen Rücktritt hat sich die Frage nur verschoben – nicht ob Abe angreifbar ist, sondern wer es wirklich schafft, ihn ins Wanken zu bringen.
Bei den Weltmeisterschaften 2025 zeigte Obi Dzhebov (TJK), dass Abe nicht unantastbar ist: Er konterte ihn zum Ippon. Seitdem ist Abe zwar wieder ohne Niederlage geblieben, doch dieser Moment bleibt hängen, weil er beweist, dass ein einziger sauberer Konter reichen kann.
Abe bleibt der Favorit, aber die perfekte Unverwundbarkeit ist weg.
Auch beim Tokyo Grand Slam 2025 wurde es eng. Kim Channyeong (KOR) brachte Abe mit einem Wurf in Schwierigkeiten und lag bis in die Schlussphase vorne. Erst in den letzten Augenblicken drehte Abe den Kampf, warf und hielt Kim am Boden fest. Es war ein knapper Ausgang, der mehr nach Überleben als nach Routine aussah.
Zu einer Neuauflage gegen Dzhebov oder Kim kam es bisher nicht. Trotzdem gelten beide aktuell nicht als die zentrale Bedrohung. Diese Rolle wird vielmehr einem weiteren japanischen Rivalen zugeschrieben: Takeshi Takeoka.
Abe und Takeoka trafen ebenfalls beim Tokyo Grand Slam 2025 aufeinander. Takeoka wirkte aggressiver, suchte häufiger den Angriff und machte den Kampf über weite Strecken zu seinem Tempo. Am Ende entschied Abe dennoch mit Waza-ari – ein Sieg, der gegen den Verlauf des Duells kam und genau deshalb unterstreicht, wie gefährlich Takeoka als Weltmeister für Abe werden kann.
Eine neue nationale Rivalität könnte die -66 kg wieder definieren.
Quelle: JudoInside