Agbegnenou plant ihr letztes großes Kapitel: Rückkehr nach Babyglück, Blick auf 2028
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Clarisse Agbegnenou hat ihre Karriere nie halbherzig angepackt – und genau so klar setzt sie jetzt den Rahmen für ihr Ende. Die französische Ausnahmeathletin, Olympiasiegerin und sechsfache Weltmeisterin, hat angekündigt, nach den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zurückzutreten. Mit 33 Jahren würde sie damit ein letztes Mal einen kompletten Olympiazyklus angehen – nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil sie selbst den Schlussstrich ziehen will.
Nach der Geburt ihres zweiten Kindes, eines Sohnes namens Dakota, steht zunächst eine andere Herausforderung an: die Rückkehr in den Hochleistungssport. Agbegnenou weiß, was das bedeutet, und ihre Vergangenheit zeigt, dass man sie nach einer Pause nicht abschreiben sollte.
Ihr Plan ist klar: noch einmal auf höchstem Niveau antreten – und dann bewusst aufhören.
Der Fahrplan für das Comeback ist bereits abgesteckt. Sie möchte Ende April wieder ins Training einsteigen und hat das Ziel, 2026 bei den Weltmeisterschaften erneut auf der Matte zu stehen. Trotz der körperlichen Veränderungen nach einer Schwangerschaft will sie weiterhin in ihrer vertrauten Gewichtsklasse bis 63 kg bleiben.
Sportlich ist ihre Bilanz ohnehin überragend: Olympisches Gold gewann sie 2021 in Tokio, dazu kommt dort Team-Gold im Mixed-Team. 2024 in Paris holte sie erneut Team-Gold im Mixed-Team und außerdem Bronze im Einzel. Schon 2016 stand sie mit Olympiasilber in Rio auf dem Podest – ein Zeichen für ihre extreme Konstanz über viele Jahre.
Auch aus europäischer Sicht ist sie eine Leitfigur: sechs Europameistertitel und zahlreiche Team-Goldmedaillen unterstreichen, wie sehr sie den Kontinent geprägt hat. In Frankreich ist sie zusätzlich ein Symbol geworden, unter anderem durch sieben Siege beim Paris Grand Slam und als Fahnenträgerin bei der Eröffnung der Spiele in Tokio.
Los Angeles 2028 soll kein Beweis mehr sein – sondern ein Abschied zu ihren Bedingungen.
Am Ende geht es für Agbegnenou weniger darum, noch etwas zu „müssen“, sondern darum, das letzte Kapitel sauber zu schreiben. Sie beschreibt sich selbst als im Reinen mit ihrer Laufbahn – und gerade das macht diesen finalen Anlauf so bemerkenswert.
Quelle: JudoInside