Aghayevs früher Konter sichert Aserbaidschan einen weiteren Kadetten-Europatitel
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Nihad Aghayev war der prägende Name in der Klasse bis 50 kg, als Aserbaidschan seine ohnehin starke Bilanz in dieser Gewichtsklasse um einen weiteren Kadetten-Europatitel ausbaute. Das Finale wurde zu einem rein aserbaidschanischen Duell, nachdem Aghayev und Farid Rzazade beide ihre Halbfinals gewonnen hatten und damit dem Land erneut Gold in dieser Kategorie garantierten.
Dieses Ergebnis hatte zusätzliches Gewicht. Aserbaidschan hatte auf Kadetten-Europameisterschaftsebene in der Klasse bis 50 kg bereits eine außergewöhnliche Geschichte aufgebaut, mit acht der zuvor 24 vergebenen Titel in dieser Gewichtsklasse. Schon vor dem Finale stand fest, dass diese Zahl weiter steigen würde.
Das Goldfinale brachte eine ungewöhnliche Atmosphäre mit sich, weil zwei Teamkollegen um den Titel kämpften. Da beide Athleten dasselbe Team vertraten, blieben die Trainer respektvoll vom Mattenrand fern und überließen es den Judoka selbst, den Kampf zu entscheiden.
Der Schlüsselmoment ließ nicht lange auf sich warten. Rzazade eröffnete mit dem ersten Angriff, doch Aghayev reagierte sofort. Er verteidigte die Aktion und verwandelte sie mit einem präzise getimten Yoko-sumi-gaeshi, der ihm in den ersten Sekunden Waza-ari brachte, und übernahm damit nahezu sofort die Kontrolle über das Finale.
Ein schneller Konter veränderte das gesamte Finale.
Rzazade ließ den Kampf jedoch nicht entgleiten. Er blieb aggressiv und kämpfte sich mit zwei Yuko-Wertungen zurück, setzte Aghayev unter Druck und hielt die Intensität für den Rest des Kampfes hoch. Diese Antwort zeigte echte Widerstandskraft, besonders nach dem so frühen Rückstand.
Trotzdem blieb die erste Wertung der entscheidende Unterschied. Aghayev gestaltete den weiteren Kampf mit Ruhe und taktischer Reife, verteidigte seine Führung und brachte den Kampf sicher zu Ende, um sich den Kadetten-Europatitel zu holen.
Für Aserbaidschan war es ein weiterer starker Beleg dafür, wie konstant das Land in dieser Gewichtsklasse ist. Für Aghayev war es ein Finale, das von Übersicht, Timing und Ruhe unter Druck geprägt war. In einem Kampf zwischen Teamkollegen, in dem kaum etwas verborgen bleiben konnte, machte ein perfekt gelesener Moment den gesamten Unterschied.
Aserbaidschans Griff nach der Klasse bis 50 kg wurde damit erneut noch fester.
Quelle: EJU.net
Quelle: Fighting Lifestyle