Ali Shaherkanis Vermächtnis lebt in der Judo-Gemeinschaft weiter
Teilen
Ali Shaherkani wird in der Judo-Welt in Erinnerung behalten, nachdem die Internationale Judo-Föderation sein Ableben bekannt gegeben hat. Sein Name war eng mit dem Kampfrichterwesen auf höchstem Niveau im Judo verbunden und mit jahrelanger Arbeit, die dem Wachstum des Sports in Saudi-Arabien und darüber hinaus diente.
Shaherkani war viele Jahre als internationaler IJF-Kampfrichter tätig, eine Rolle, die ihn in einige der größten Arenen dieses Sports führte. Seine Erfahrung und Professionalität brachten ihm Einsätze bei zahlreichen Veranstaltungen der World Judo Tour ein; die Berufung zu den Olympischen Spielen London 2012 sticht dabei als eine der höchsten Anerkennungen hervor, die ein Offizieller erhalten kann.
Allein dieser Teil seiner Laufbahn hätte ihm großen Respekt eingebracht. Doch das Bild, das die IJF zeichnet, geht darüber hinaus und zeigt eine Persönlichkeit, die ihre Energie nicht nur dem Leiten von Kämpfen widmete, sondern auch dem Aufbau des Judo für die nächste Generation.
Er wurde als unermüdlicher Fürsprecher des Sports in Saudi-Arabien und in der weiteren internationalen Gemeinschaft beschrieben. Seine Bemühungen halfen, die Möglichkeiten für Judoka unterschiedlichen Alters und Hintergrunds zu erweitern, und spiegelten ein langfristiges Engagement für Entwicklung wider, statt den Fokus auf einen einzelnen Moment oder eine einzelne Veranstaltung zu legen.
Ein besonders bedeutender Teil dieser Arbeit war seine Unterstützung des Frauen-Judo in Saudi-Arabien. Laut IJF half er dabei, neue Wege für die Teilnahme von Frauen zu eröffnen, und unterstützte zugleich die breitere Weiterentwicklung des Sports im Königreich. In einem Sport, in dem Zugang und Strukturen so wichtig sind, hat dieser Beitrag echtes Gewicht.
Sein Einfluss reichte weit über den Kampfrichterstuhl hinaus.
Shaherkani arbeitete auch daran, das Verständnis für das Kampfrichterwesen selbst zu verbessern. Die IJF erklärte, dass er sein Wissen mit Offiziellen und Trainern teilte und dabei stets darauf abzielte, Standards anzuheben und die Werte des Fair Play zu festigen. Solche Bemühungen hinter den Kulissen bleiben den Fans oft verborgen, prägen den Sport jedoch auf jeder Ebene.
Der Respekt, den er sich im Judo erarbeitet hatte, wurde in der Würdigung des Verbands deutlich. IJF-Präsident Marius Vizer sagte, die internationale Judo-Familie habe mit tiefer Trauer vom Tod Shaherkanis erfahren, und würdigte seine lebenslange Hingabe an den Sport. Er hob zudem die bleibende Wirkung von Shaherkanis Arbeit in Saudi-Arabien und darüber hinaus hervor.
In der Botschaft der IJF ging es nicht nur um Titel oder Ernennungen. Ebenso stark stand der Charakter im Mittelpunkt: Leidenschaft, Integrität, Großzügigkeit und die Bereitschaft, der Gemeinschaft zu dienen. Diese Eigenschaften erklären zusammen mit seiner fachlichen Expertise, warum er von Kollegen in aller Welt respektiert wurde.
Er half dabei, Chancen auf und neben der Tatami zu gestalten.
Die IJF erklärte, sie trauere gemeinsam mit dem saudi-arabischen Judo-Verband und der weiteren Judo-Familie um seinen Verlust. Für viele in diesem Sport wird sich Ali Shaherkanis Vermächtnis nicht nur an den Veranstaltungen messen, bei denen er als Kampfrichter im Einsatz war, sondern auch an den Türen, die er geöffnet hat, und an den Standards, für die er eintrat.
Sein Tod hinterlässt Trauer in der Judo-Gemeinschaft, aber auch die Erinnerung an ein Leben, das mit Engagement und Sorgfalt der Stärkung dieses Sports gewidmet war.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation