32 Jahre An Baul: Präzision, Titel und ein letzter olympischer Moment
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In der modernen U66kg-Klasse gibt es viele Stars – aber nur wenige, die über Jahre so verlässlich abliefern wie An Baul. Der Koreaner wurde 32 und blickt auf 13 Jahre im internationalen Judo zurück: Weltmeister, mehrfacher WM-Medaillengewinner und zweifacher Olympiamedaillist. Sein Ruf entstand nicht durch Lautstärke, sondern durch technische Genauigkeit, Disziplin und das Gefühl für den richtigen Moment.
Schon früh zeigte sich sein Potenzial. 2011 holte er bei den Junioren-Weltmeisterschaften Silber, 2013 dann den Weltmeistertitel. Im selben Jahr kämpfte er sich nach einer Verletzung am linken Knie während seiner Uni-Zeit zurück – ein Rückschlag, der eher wie ein Startschuss wirkte.
2015 folgte der große Durchbruch: Gold bei den Weltmeisterschaften in Astana und dazu ein starkes Jahr auf der World Judo Tour mit Siegen beim Grand Prix in Düsseldorf und beim Grand Slam in Abu Dhabi sowie dem Universiade-Titel. 2016 bestätigte er diese Form mit dem Sieg beim IJF World Masters und dem Einzug ins olympische Finale von Rio 2016, das er mit Silber beendete.
Auch später blieb An Baul auf dem Podium präsent: WM-Bronze 2018 und 2022, dazu Grand-Slam-Titel in Paris 2018 und 2020 – aus europäischer Sicht ein weiteres Zeichen, dass er gerade bei den großen Turnieren in Europa seinen Peak findet.
Sein Seoi-nage war über Jahre ein Markenzeichen unter Hochdruck.
2021 gewann er das World Masters in Doha und holte zusätzlich Gold beim Grand Slam in Tashkent. Selbst in den späteren Jahren sammelte er weiter Medaillen, darunter Bronze beim Grand Prix in Portugal 2022 sowie Silber 2023.
Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris trat er in der U73kg an und war auch im Mixed-Team-Einsatz. Am 3. August setzte er noch einmal ein Ausrufezeichen mit einem wichtigen Sieg gegen Deutschlands Igor Wandtke – ein europäischer Prüfstein, den er mit Routine und Kampfgeist meisterte.
Still, konstant, und trotzdem immer wieder entscheidend.
Quelle: JudoInside