Mit 37 prägt Teddy Riner längst mehr als nur Kämpfe
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Am 7. April wird Teddy Riner 37 Jahre alt – und plötzlich geht es bei der französischen Schwergewichts-Ikone weniger um das nächste Gold als um die nächste Richtung. Fünf olympische Titel haben die Messlatte verschoben, aber die große Frage lautet inzwischen: Was kommt nach der Ära auf der Matte?
Sein Name zieht Aufmerksamkeit an, auch wenn er nicht kämpft.
Seit den Olympischen Spielen in Paris, wo Riner seinen Legendenstatus erneut untermauerte, stand er nur einmal im Wettkampf auf der Tatami. Dieser Auftritt fand in Montpellier statt, beim Champions-League-Event der Mixed-Teams – im Trikot seines langjährigen Klubs Paris Saint-Germain. Der Moment wirkte wie ein Zeichen: weniger Jagd nach Ergebnissen, mehr Verbundenheit mit dem Sport.
Abseits der Turniere ist Riner allgegenwärtig. Einladungen zu großen Sportevents, Rollen als Host oder Presenter und zahlreiche Medien- und Werbeangebote gehören zu seinem Alltag. Gleichzeitig heißt es aus seinem Umfeld, dass er Projekte bewusst auswählt – passend zu seinen Werten und so, dass sein engstes Umfeld profitiert.
Mit erfahrenen Beratern an seiner Seite baut Riner Schritt für Schritt eine Zukunft nach dem aktiven Sport auf, zu seinen Bedingungen. Sein Einfluss reicht dabei längst über Medaillen hinaus. Er gehört zu den wenigen Judoka, die das Publikum auch außerhalb der Judo-Blase erreichen und damit das ganze Judo sichtbarer machen.
Sportlich bleiben seine Zahlen und seine Dominanz außergewöhnlich: mehrfacher Olympiasieger, Rekord an Weltmeistertiteln und über mehr als ein Jahrzehnt eine Aura, die die Schwergewichtsklasse geprägt hat. Und selbst die Frage nach Los Angeles 2028 bleibt nur vorsichtig offen – möglich ist es, aber es würde einen weiteren besonderen Neustart verlangen.
Sein Vermächtnis steht längst, egal wann er aufhört.
Sicher ist: Wenn Riner irgendwann abtritt, endet nicht seine Bedeutung. Dann beginnt nur das nächste Kapitel einer Karriere, die Judo für viele größer gemacht hat.
Quelle: JudoInside