Fasching fordert alles, doch Makhmadbekov liefert Gold – Djalo meldet sich mit Bronze zurück

In Duschanbe lag am Samstag spürbar etwas in der Luft: Die Halle wollte den großen Moment, und Somon Makhmadbekov gab dem Heimturnier genau das. Der Tajike zog ins Finale ein und schürte die Hoffnung, dass am Ende wieder die Nationalhymne erklingt. Dort wartete mit Bernd Fasching aus Österreich ein körperlich starker Gegner, dessen Karriere sichtbar vorangeht.

Makhmadbekov setzte früh ein klares Zeichen. Mit einem kraftvollen o-soto-otoshi brachte er yuko aufs Board und nahm damit die Kontrolle über den Kampf. Fasching blieb aktiv und suchte konsequent die Öffnung, doch bis kurz vor Schluss gelang ihm kein entscheidender Durchbruch.

Je näher das Ende rückte, desto sicherer wirkte Makhmadbekov in seinen Aktionen. Als die Zeit ablief, riss er die Arme hoch – Gold vor heimischem Publikum, ein weiterer Baustein in der wachsenden Medaillensammlung des Gastgeberlandes beim Grand Slam. Später sagte er, er sei glücklich, vor den eigenen Fans gewonnen zu haben, und genau dafür habe er so hart gearbeitet.

Ein früher yuko reichte, weil danach jede Sekunde Kontrolle zählte.

Im ersten Bronzekampf drehte Victor Sterpu (MDA) eine schwierige Lage. Nachdem Askar Narkulov (KAZ) ihn mit einem starken sukashi beeindruckt hatte, antwortete Sterpu eiskalt: Er schloss die Distanz, ging mit vollem Körperkontakt in o-uchi-gari und traf zum Ippon – Bronze durch pure Entschlossenheit.

Europäisches Highlight lieferte dann Oumar Alpha Djalo aus Frankreich. Gegen Sunatullo Musoev (TJK) fiel in der regulären Zeit kein Punkt, Djalo lag im Golden Score jedoch vorn, setzte mehr Angriffe und bestimmte das Griffduell. Schließlich tauchte er mit seoi-otoshi unter Musoev durch und holte sich mit einem wichtigen Waza-ari die Bronze – sein Comeback auf dem Medaillenweg nach längerer Durststrecke.

Quelle: JudoInside

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