Basile’s return, Eme’s breakthrough and a packed medal haul in Astana - Image: EJU / European Judo Union

Basiles Rückkehr, Emes Durchbruch und eine reiche Medaillenausbeute in Astana

Der zweite Tag beim Qazaqstan Barysy Grand Slam 2026 brachte eine starke europäische Präsenz: vier Finals mit Athletinnen und Athleten des Kontinents, zwei Goldmedaillen und mehrere wichtige Podestplätze in den verschiedenen Gewichtsklassen.

Eines der frühen Gesprächsthemen ergab sich in der Frauenklasse bis 63 kg, in der die amtierende niederländische Europameisterin Joanne van Lieshout in der zweiten Runde von Dali Liluashvili geschlagen wurde. Die Russin holte anschließend Silber und öffnete damit eine Kategorie, die auch für Deutschland ein denkwürdiges Ergebnis bereithielt.

Sara-Joy Bauer, erst 20 Jahre alt und bereits U21-Europameisterin 2024, gewann die erste Grand-Slam-Medaille ihrer Karriere. Auf ihrem Weg besiegte sie zunächst die Lokalmatadorin Esmigul Kuyulova, bevor sie im Halbfinale von Rafaela Silva gestoppt wurde. Bauer reagierte stark, bezwang Polens Natalia Kropska und anschließend Gankhaich Bold aus der Mongolei und sicherte sich damit Bronze.

Sara-Joy Bauer verließ Astana mit ihrer ersten Grand-Slam-Medaille.

In der Männerklasse bis 73 kg lieferte Fabio Basile eine der auffälligsten europäischen Geschichten des Tages. Der italienische Olympiasieger erreichte erstmals seit drei Jahren wieder ein Finale der World Judo Tour und zeigte erneut den Glauben an sich selbst, der so viel von seiner Karriere geprägt hat.

Das Finale gegen Danil Lavrentev entwickelte sich zu einem angespannten Duell, das von O-uchi-gari-Austauschen geprägt war. Basile ging zunächst mit Yuko in Führung, doch Lavrentev antwortete mit einem eigenen O-uchi-gari und glich aus. Im Golden Score setzte der Russe den entscheidenden Angriff zum Ippon und ließ Basile mit Silber zurück, aber auch mit einem wichtigen Schritt nach vorn nach langer Wartezeit auf ein weiteres Finale.

Frankreich erlebte in der Frauenklasse bis 70 kg mit Clemence Eme einen Glanzmoment. Nach Bronze in Duschanbe setzte sie in Kasachstan noch einen drauf und besiegte im Finale die an Nummer eins gesetzte Deutsche Miriam Butkereit. Eme erzielte innerhalb der ersten Minute einen Yuko und brachte den Vorsprung über die Zeit, womit sie weiteres Gold für Frankreich holte.

Ihre Leistung wog auch deshalb besonders schwer, weil sie nach dem Finale sagte, sie habe vor zwei Jahren darüber nachgedacht, mit dem Judo aufzuhören. Außerdem verwies sie auf Ura-nage als eine der Techniken, die nun aus dem Training im Wettkampf sichtbar werden, ein Zeichen dafür, dass sich ihr Judo weiterhin entwickelt.

Butkereit beendete den Wettkampf mit Silber, während die Niederlande durch Sanne van Dijke eine weitere Medaille gewannen. Die Olympia-Dritte und zweimalige Europameisterin sicherte sich Bronze und setzte damit ihre Ergebnisserie fort, nachdem sie bereits bei den Weltmeisterschaften 2025 Bronze gewonnen hatte.

Clemence Eme machte aus Bronze in Duschanbe Gold in Kasachstan.

Die letzten europäischen Medaillen des Tages kamen in der Männerklasse bis 81 kg. Moldaus Petru Pelivan erreichte das Finale und gewann anschließend Silber gegen den heimischen Favoriten Zhalgas Kairolla, in einem Kampf, der als punktreiches und unterhaltsames Finale des Tages beschrieben wurde. Auch der Ukrainer Vladyslav Kolobov gelang der Durchbruch: Nach sechs vorherigen Anläufen gewann er den ersten Grand-Slam-Podestplatz seiner Karriere.

Insgesamt war es ein Tag mit unterschiedlichen Facetten des Erfolgs für Europa in Astana: ein Comeback-Finale für Basile, ein Durchbruch für Bauer, ein bedeutendes Gold für Eme und wertvolle Podestplätze, die im weiteren Verlauf der Saison noch wichtig werden könnten.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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