Hinter den Bildschirmen: Wie die EJU-Technik Judo-Veranstaltungen unterstützt
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Beim jüngsten EJU-IT-Seminar stand die Technik im Mittelpunkt, die moderne Judo-Veranstaltungen im Hintergrund trägt. Am Mittwoch, 16. September, kamen 15 Teilnehmer aus 10 Ländern zusammen, um die vernetzten Systeme für die Durchführung von Wettkämpfen kennenzulernen.
Auf der Tatami müssen Athletinnen und Athleten unter Druck schnell entscheiden. Abseits der Matte sorgen Technikteams dafür, dass Wertungen, Wiederholungen, Ergebnisse und Bilder verarbeitet und über die richtigen Kanäle bereitgestellt werden. Das Seminar beleuchtete das Zusammenspiel dieser Werkzeuge im Umfeld der Europäischen Judo-Union und der Internationalen Judo-Föderation.
Matthias Fischer, IT-Leiter der IJF, stellte das gesamte IT-Portfolio der EJU vor und richtete den Blick besonders auf die Kommunikation zwischen den einzelnen Plattformen. Die Teilnehmer verfolgten den Weg der Veranstaltungsdaten von Verwaltung und Wettkampfmanagement über Anzeigetafeln und Grafiken bis hin zu Video- und Onlineangeboten für Judo-Fans.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Zusammenspiel von JudoBase, JudoManager und dem umfassenderen Netzwerk der Wettkampftechnik. JudoBase unterstützt Veranstaltungen im IJF-Kalender. JudoManager kann bei nationalen Wettkämpfen, EJU-Hopes-Veranstaltungen, besonderen EJU- und IJF-Events, Hochschulwettbewerben sowie weiteren Formaten eingesetzt werden.
Beide Verwaltungssysteme sind über eine bidirektionale Datensynchronisierung mit der Desktop-Wettkampfsoftware JudoManager verbunden. Das ist wichtig, weil Veranstaltungsdaten dadurch zwischen den Systemen ausgetauscht werden können, statt in getrennten Anwendungen zu verbleiben.
Das Seminar ging zudem über das Wettkampfmanagement hinaus. JudoNet verbindet das JudoManager-Ökosystem mit FairReplay. Zum weiteren Aufbau gehören Übertragungsgrafiken, Videoaufzeichnung und Wiederholungen, automatisierter Schnitt sowie die Online-Verbreitung.
Auch JudoTV und das Portal JudoManager wurden als Plattformen vorgestellt, auf denen Wettkampfergebnisse und Videoinhalte von Kämpfen veröffentlicht werden können. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer einen Ausblick auf Funktionen, die für kommende Softwareversionen vorgesehen sind.
Modernes Judo braucht präzise Technik ebenso wie präzise Technologie.
Im selben Veranstaltungsort folgt am 17. und 18. September das EJU-Seminar Administration & Organisation im NH Vienna Airport Conference Center. Das zweitägige Programm bringt 36 Teilnehmer aus 23 Ländern zu Einheiten über allgemeine Verwaltung, IT und Technologie, Sport, Veranstaltungsdurchführung sowie Marketinganforderungen zusammen.
Gemeinsam setzen die Seminare den Wissensaustausch zwischen den nationalen Verbänden und der EJU fort und stärken die Systeme, die Judo-Veranstaltungen hinter den Kulissen vernetzen.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union