Benidorm Sets the Pace as Europe’s Judo Elite Build Toward 2026 - Image: EJU / European Judo Union

Benidorm gibt das Tempo vor, während Europas Judo-Elite auf 2026 hinarbeitet

Das Benidorm Olympic Training Camp 2026 brachte das Herz des hochklassigen Judo an einem Ort zusammen. Im europäischen Kalender zeigte es erneut, warum dieses Camp zu einer so wichtigen Station für Athletinnen, Athleten und Trainer geworden ist, die sich auf die kommenden Monate vorbereiten.

Mehr als 1.000 Mitglieder der Delegationen kamen zu einer Woche zusammen, die von harten Einheiten, gemeinsamem Erfahrungsaustausch und internationalem Austausch geprägt war. Judoka, Trainer, Physiotherapeuten und Betreuer arbeiteten in einem Umfeld, das nicht nur auf Leistung, sondern auch auf Regeneration ausgerichtet war, eine Balance, die in einem anspruchsvollen olympischen Zyklus einen echten Unterschied machen kann.

Auffällig war nicht nur die Zahl der Anwesenden, sondern auch das Niveau im Dojo. Olympiasieger, Welt- und Europameister trainierten Seite an Seite mit aufstrebenden Talenten und schufen genau die Atmosphäre, die Athletinnen und Athleten suchen, wenn sie sich gegen starke Konkurrenz testen wollen.

Der russische Olympiasieger Arsen Galstyan, der als Trainer vor Ort war, unterstrich genau diesen Punkt. Er sagte, dass die größere Zahl an Spitzenathleten in diesem Jahr das Camp besonders wertvoll gemacht habe, weil Judoka die Möglichkeit bekämen, auf starke Gegner zu treffen und Erfahrungen zu sammeln, die später zu besseren Ergebnissen führen können.

Er verwies außerdem auf den internationalen Charakter des Camps als eine seiner größten Stärken. Mit vielen vertretenen Ländern und führenden Persönlichkeiten aus der Judo-Welt vor Ort fühlte sich Benidorm weniger wie ein gewöhnlicher Trainingsblock an als vielmehr wie ein Treffpunkt des Sports auf sehr hohem Niveau.

Die französische Trainerin Jane Bridge hob einen weiteren wichtigen Grund hervor, warum diese Ausgabe einen so starken Eindruck hinterließ. Für sie war die größte Verbesserung logistischer Natur: Das Dojo befand sich im Hotel, was die täglichen Wege zwischen Unterkunft und Training deutlich erleichterte.

Dieses Detail mag von außen klein wirken, doch im Spitzensport ist es wichtig. Bridge beschrieb die Organisation als angenehme Überraschung, da das Team nur einen kurzen Weg zum Training hatte. In einem Camp, in dem mit Energie sorgsam umgegangen werden muss, wird Bequemlichkeit zu einem Teil der Leistung.

In Benidorm war die Vorbereitung nicht nur intensiv, sondern auch klug.

Israels Cheftrainer Shany Hershko ordnete das diesjährige Camp in einen größeren Zusammenhang ein. Da er die Veranstaltung schon seit ihren früheren Jahren in Castelldefels begleitet, sprach er von einer langjährigen Formel aus hochklassigem Judo, starken Trainingspartnern und einem großartigen Umfeld, weshalb die Teams immer wieder zurückkehren.

Für Hershko ging die Ausgabe 2026 noch einen Schritt weiter. Er lobte die Anlagen, das Hotel und die kurze Distanz zum Training und betonte zugleich das Timing. Da die olympische Qualifikation näher rückt, hat diese Phase der Vorbereitung zusätzliches Gewicht, und das Training gegen einige der besten Athletinnen und Athleten Europas und der Welt bietet einen bedeutenden ersten Schritt auf diesem Weg.

Das ist vielleicht die klarste Botschaft aus Benidorm. Camps wie dieses dienen nicht nur dazu, Einheiten zu absolvieren. Sie dienen dazu, Dynamik aufzubauen, Fortschritte zu messen und die richtigen Bedingungen zu schaffen, damit Athletinnen und Athleten das Niveau der anderen mit anheben.

Mit zunehmender Intensität des olympischen Zyklus hat Benidorm seinen Platz als wichtiger Stützpunkt der internationalen Judo-Vorbereitung weiter gefestigt. Die nächste Gelegenheit für die Judo-Elite der Welt, gemeinsam zu trainieren, bietet sich beim Poreč OTC vom 8. bis 13. Juni 2026.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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