Bobby Girdwoods langer Weg zur Tatami in Lausanne
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Robert „Bobby“ Girdwood ist von Perth in Australien nach Lausanne in der Schweiz gereist, um an internationalen Judo-Wettkämpfen teilzunehmen. Für Bobby und seinen Vater Grant ist die fast 24-stündige Reise über rund 13.910 Kilometer nur ein Teil einer viel größeren Geschichte.
Bobby begann im Alter von sieben Jahren mit Judo, nachdem er in der Schule Mobbing erlebt hatte. Was als Unterstützung für einen jungen Jungen begann, wurde zu einem zentralen Teil seines Lebens und führte ihn vom Training vor Ort bis zur Herausforderung, im Ausland anzutreten.
Grant beschreibt Bobby als jemanden, dem andere sehr am Herzen liegen, insbesondere Menschen mit Behinderungen. Bobby setzt sich leidenschaftlich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und für inklusiven Sport ein und bringt zugleich Humor und positive Energie in sein Umfeld.
Ihre Verbindung geht weit über die übliche Vater-Sohn-Rolle hinaus. Grant nennt Bobby seinen besten Freund, und beide verbringen auch abseits des Judo viel Zeit miteinander, unter anderem auf Reisen und beim Fahren mit E-Scootern. Grant hat daran gearbeitet, seinem Sohn die bestmögliche Gelegenheit zu geben, auf dem für ihn höchstmöglichen Niveau anzutreten.
Die Distanz nach Lausanne ist beträchtlich, doch Bobbys Engagement reicht noch viel weiter.
Dieses Engagement zeigt sich in einem intensiven wöchentlichen Trainingsprogramm. Bobby widmet dem Judo zwischen drei und fünf Stunden, ergänzt dies um bis zu sieben Stunden Jiu-Jitsu und drei Stunden Personal Training sowie tägliches Fitnesstraining.
Mit Jiu-Jitsu begann er erst vor einem Jahr und verfolgte dabei ein klares Ziel: sein Ne-waza zu stärken. Der Umfang des Trainings spiegelt seinen sportlichen Ehrgeiz wider, doch Bobbys Motivation beschränkt sich nicht auf seine eigenen Leistungen. Er möchte auch dazu beitragen, Adapted Judo in Australien und international weiterzuentwickeln.
Regelmäßige Adapted-Judo-Wettkämpfe in Australien zu finden, ist nicht einfach. Um sich auf das Niveau europäischer Gegner vorzubereiten, startet Bobby zu Hause regelmäßig bei regulären Wettkämpfen. Es ist ein anspruchsvoller Weg, der ihm jedoch bereits Erfolg gebracht hat.
Für Bobby und Grant ist Lausanne ein weiterer wichtiger Schritt auf einem Weg, der von Widerstandskraft, familiärer Unterstützung und der Entschlossenheit geprägt ist, inklusiven Sport wachsen zu lassen.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union