Ciupek’s Home Gold and Babaicenko’s Surge Shape Cadet Drama in Bielsko-Biała - Image: EJU / European Judo Union

Ciupeks Heimgold und Babaicenkos Aufschwung prägen das Kadetten-Drama in Bielsko-Biała

Der Schlusstag des Cadet European Cup Bielsko-Biała 2026 des „Millennium Team“ brachte genau die Energie, die dieses Turnier zu einem festen Höhepunkt im Kadettenkalender macht. Von den ersten Kämpfen am Morgen bis zur letzten Siegerehrung blieb die Halle laut, angespannt und voller Dynamik, während sich junge Judoka aus ganz Europa und darüber hinaus mit furchtlosen Angriffen und echtem Durchsetzungswillen präsentierten.

Als das Turnier endete, stand Aserbaidschan mit zwei Gold-, vier Silber- und sieben Bronzemedaillen an der Spitze des Medaillenspiegels. Kasachstan folgte mit zwei Gold-, drei Silber- und zehn Bronzemedaillen, während die Ukraine mit zwei Gold- und drei Bronzemedaillen Gesamtdritter wurde.

Für das lokale Publikum gab es jedoch einen Moment, der alles andere überstrahlte. In der Mädchenklasse bis 57 kg gewann Polens Jagoda Ciupek Gold und verwandelte die Arena in ein Fest.

Die 15-Jährige stand ganz oben auf dem Podest, als „Mazurek Dąbrowskiego“ durch die Halle klang und für eine der emotionalsten Szenen des Wettkampfs sorgte. Vor heimischen Fans zeigte Ciupek eine Leistung, die nicht nur wegen des Ergebnisses herausragte, sondern auch wegen dessen, was sie in diesem Moment bedeutete.

Der lauteste Moment des Tages gehörte Jagoda Ciupek und dem Heimpublikum.

Nach ihrem Sieg sprach Ciupek über die Emotionen des Finales und darüber, wie es sich anfühlte, die Reaktion der Arena zu hören. Sie sagte, der Applaus und der Platz ganz oben auf dem Podest hätten diesen Moment besonders bedeutungsvoll gemacht. Sie verwies auch auf die Arbeit hinter dem Ergebnis und erklärte, dass sie sechsmal pro Woche trainiere und Erfolg daraus entstehe, Technik, Kraft, Kondition und Randori zu verbinden, statt sich nur auf einen einzelnen Bereich zu verlassen.

Ebenso wichtig machte sie deutlich, dass dieses Gold nicht ihr allein gehöre. Ciupek dankte den Menschen an ihrer Seite, darunter Trainer Jan Mańka, ihren Eltern, Mahir Abuldajew, dem zweiten Trainer Bartek Naczyński und Vereinspräsidentin Małgorzata Neuman.

Ein weiterer europäischer Höhepunkt kam in der Jungenklasse bis 90 kg, in der Litauens Tajus Babaicenko seiner Saison einen weiteren internationalen Titel hinzufügte. Nachdem er Anfang des Jahres bereits beim Poznań Junior Cup Gold gewonnen hatte, zeigte er auf der Tatami erneut bemerkenswerte Kontrolle und Reife.

Im Verlauf des Tages wirkte Babaicenko immer gefestigter. Nach seiner eigenen Schilderung waren die frühen Phasen schwierig, weil er schnell von einem Kampf zum nächsten wechseln musste, doch nach einigen Kämpfen begann er, sich wieder mehr wie er selbst zu fühlen. Dieser Wandel war entscheidend. Er sagte, dadurch habe er mehr Techniken einsetzen, sich auf jeden Gegner anders einstellen und Explosivität wirksamer mit seinen Stärken verbinden können.

Tajus Babaicenko setzte seine Siegesserie mit einem weiteren abgeklärten Auftritt fort.

Seine Worte nach dem Finale brachten die Mentalität hinter dem Ergebnis auf den Punkt. Babaicenko sagte, er habe immer Gold im Kopf, und scherzte sogar, dass er zwischen den Kämpfen nicht nur Hunger auf Essen, sondern auch auf die Goldmedaille gehabt habe.

Als sich die Arena allmählich leerte, hatte Bielsko-Biała erneut unterstrichen, warum Kadetten-Judo so fesselnd sein kann. Es gab heimische Emotionen, internationale Qualität und einen weiteren Hinweis darauf, dass die nächste Generation europäischer Talente bereits deutlich auf sich aufmerksam macht.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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