Lytvynenko setzt in Duschanbe ein Statement, Oranje jubelt doppelt

Im -78-kg-Wettbewerb am dritten und letzten Tag des Grand Slam 2026 in Duschanbe lag von Beginn an Spannung in der Luft – und doch wirkte vieles wie vorgezeichnet. Yelyzaveta Lytvynenko (UAE), Weltmedaillengewinnerin von 2022, ging mit einer Selbstverständlichkeit durch den Tag, die kaum Raum für Zweifel ließ. Judo bleibt unberechenbar, aber diesmal passte einfach alles zusammen.

Im Finale gegen Yael Van Heemst (NED) machte Lytvynenko direkt nach „hajime“ klar, in welche Richtung es gehen sollte. Der erste Angriff brachte noch keinen Treffer, doch der Druck wurde mit jeder Aktion größer. Van Heemst, die nach mehreren schweren Verletzungen überhaupt wieder auf diesem Niveau steht, hielt dagegen – aber nach 1:18 Minuten war Schluss: ein wuchtiger Hüftwurf brachte den Ippon.

Ein schneller Ippon, der den Ton für das gesamte Finale setzte.

Für Lytvynenko ist es der zehnte Medaillengewinn auf der World Judo Tour und zugleich ihr erster Grand-Slam-Triumph in Duschanbe. Sie betonte nach dem Sieg, wie besonders sich dieser Erfolg mit den judo-begeisterten Fans vor Ort anfühle und dass sie sich über den Tag hinweg bewusst Kräfte für die Finalrunde aufgespart habe.

Aus europäischer Sicht gab es ebenfalls Grund zum Lächeln: Marit Kamps (NED) sicherte sich Bronze gegen Hongtao Wu (CHN) und feierte damit ihre erste Grand-Slam-Medaille in der Klasse -78 kg. Wu ging zunächst mit einem Yuko in Führung, doch Kamps stellte sofort die Distanz ein und konterte mit einem schnellen, kraftvollen O-uchi-gari zum Waza-ari. Diesen Vorsprung brachte sie mit aufrechter Haltung und aktivem Stil über die Zeit.

Für Kamps fühlt sich -78 kg in Duschanbe schon wie eine neue Heimat an.

Das zweite Bronze-Duell zwischen Maidelines Gorguet-Veranes (ROU) und Alexandra Riabchenko (RUS) blieb arm an klaren Aktionen und wurde stark von Strafen geprägt. Nachdem beide schnell je zwei Shido gesammelt hatten, traf das dritte Shido die Rumänin – damit ging die Medaille an Riabchenko, die sich über ihre erste Grand-Slam-Auszeichnung freuen durfte.

Quelle: JudoInside

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