Düsseldorf 2012: Die Olympiaprobe, die Europas Kämpfer ins Rampenlicht stellte

Der Grand Prix in Düsseldorf am 19. Februar 2012 entwickelte sich schnell zu mehr als einem normalen Turnier: Es wurde zur Generalprobe für London. Von den 56 Medaillengewinnern hatten 25 bereits eine olympische Medaille oder sollten später eine gewinnen – ein klares Zeichen für die Qualität des Feldes.

Ole Bischof jubelte vor heimischer Kulisse und gewann U81kg, eine Leistung, die seine Ambitionen für London unterstrich. Auf dem Weg zum Titel schlug er Alain Schmitt im Finale und bezwang zuvor Loïc Pietri im Halbfinale sowie Antonio Ciano im Viertelfinale. Seine Serie zeigte, dass europäische Athleten in Düsseldorf den Ton angaben.

Kaori Matsumoto dominierte U57kg und bestätigte ihre Klasse; sie blieb die einzige japanische Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen in London. Ebenso eindrucksvoll war Kayla Harrison, die U78kg gewann und in Düsseldorf bereits die Form für ihre spätere olympische Karriere demonstrierte. Auf ihrem Weg besiegte sie Xiuli Yang, Heide Wollert und Ana Velenšek.

Weitere europäische Erfolge prägten das Turnier: Andreas Tölzer siegte zu Hause und holte später Olympic bronze, Ugo Legrand war Bronzegewinner in Düsseldorf und wiederholte das in London, Charline van Snick sammelte Erfahrung, die ihr später eine olympische Medaille brachte.

Düsseldorf 2012 war keine Eintagsfliege – es war eine Bühne, die kommende olympische Geschichten vorzeichnete.

Düsseldorf zeigte, wie eng Grand-Prix-Form und Olympische Medaillen beieinanderliegen.

Quelle: JudoInside

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