Niederländische Frauen verleihen dem Neuaufbau in Kasachstan echten Schwung
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Für die Niederlande wird auf der Tatami allmählich ein neues Trainerkapitel sichtbar. Seit seiner Rückkehr im August, um das niederländische Team zu leiten, ist Cheftrainer Mark Van Der Ham Teil eines umfassenderen Neustarts, und die ersten Anzeichen in Kasachstan waren kaum zu übersehen.
Am Eröffnungstag des Qazaqstan Barysy Grand Slam zeigten die niederländischen Frauen eine herausragende Leistung. Amber Gersjes, 28, sicherte sich den Titel in der Klasse bis 48 kg und damit ihr erstes Gold auf der World Judo Tour, während Shannon Van De Meeberg in der Kategorie bis 57 kg Bronze gewann und damit ebenfalls ihre erste Grand-Slam-Medaille holte.
Dieser starke Auftakt ließ am zweiten Tag nicht nach. Sanne Van Dijke fügte eine weitere Bronzemedaille hinzu und bescherte den Niederlanden damit drei Medaillen an den ersten beiden Tagen, was die Wirkung der jüngsten Arbeit des Teams unterstrich.
Die niederländischen Frauen verwandelten einen Neuaufbau in echte Resultate.
Van Der Ham ist im Spitzen-Judo ein bekannter Name. Bevor er in die Heimat zurückkehrte, arbeitete er einige Zeit in Belgien, insbesondere mit Matthias Casse, und hatte anschließend eine kurze Station in Aserbaidschan. Nun zurück bei den Niederlanden, hat er jedoch darauf geachtet, den jüngsten Erfolg nicht als Geschichte eines Einzelnen darzustellen.
Sein Blick richtet sich auf die Gruppe. Er erklärte, dass die Struktur des Trainingszentrums neu aufgebaut wurde und das Trainerteam versucht habe, eine andere Atmosphäre und neue Energie zu schaffen. Außerdem wies er darauf hin, dass der Frauenbereich derzeit mehr Tiefe habe, während es in den leichten Männerklassen eine Lücke gebe.
Vor diesem Hintergrund bekommt das Wochenende in Kasachstan noch mehr Bedeutung. Es waren nicht einfach nur Medaillen in einer Ergebnisliste. Es waren Zeichen dafür, dass die neue Richtung allmählich zu greifen beginnt, besonders im Frauenteam.
Für Van Der Ham lautet das Schlüsselwort Lernen. Er sprach davon, dass Trainerinnen und Trainer ebenso wie Athletinnen und Athleten offen bleiben und sich weiterentwickeln müssen. Im Fall von Amber Gersjes sagte er, das Ziel sei gewesen, mehr Struktur in ihr Judo zu bringen.
Seiner Ansicht nach wissen die Athletinnen und Athleten bereits, wie Judo funktioniert, doch ihre Bestleistung hängt davon ab, Strategie und Entscheidungsfindung zu verfeinern. Wettkämpfe sind wichtig, weil Siegen wichtig ist, aber auch, weil Turniere Details sichtbar machen, die das Training allein nicht immer offenlegt.
Siegen ist wichtig, aber ebenso das Lernen unter Druck.
Van Der Ham brachte die aktuellen Fortschritte außerdem mit einer breiteren Teamleistung in Verbindung. Er sagte, seine Zeit in Belgien und Aserbaidschan habe seine Erfahrung erweitert und er sei mit Ideen zurückgekehrt, die in ein gemeinsames Projekt passen. Den aktuellen Moment beschrieb er als einen gemeinsamen Prozess, an dem Trainerteam und Athletinnen und Athleten zusammen beteiligt sind.
Zu diesem Prozess gehört auch Sportdirektor Guillaume Elmont, der seine Funktion vier Monate vor der Rückkehr von Van Der Ham übernommen hatte. Elmont, selbst Weltmeister, holte ihn als Teil der Aufbauphase zurück. Für ein Team, das wieder nach oben will, können solche Erfahrung und diese Abstimmung ebenso wichtig sein wie jede einzelne taktische Anpassung.
Die Niederlande wissen, dass ein starkes Grand-Slam-Turnier nicht alles entscheidet. Dennoch war dies die Art von Wochenende, die einer Mannschaft Selbstvertrauen gibt. Mit dem Beginn der Olympiaqualifikation wirkt der Zeitpunkt dieser Resultate wichtig, und besonders für die niederländischen Frauen war die Botschaft aus Kasachstan klar: Fortschritt ist nicht länger nur ein Plan.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation