EJU stellt Konzept für adaptiertes Judo in Australien vor
Teilen
Die Europäische Judo-Union hat ihre Erfahrungen im adaptierten Judo nach Australien gebracht und dort ein über Jahre in Europa entwickeltes Konzept vorgestellt. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Strukturen, die Judoka mit unterschiedlichen Fähigkeiten eine sinnvolle Teilnahme ermöglichen sollen.
Die Einladung spiegelte die Fortschritte wider, die das adaptierte Judo in Europa bereits gemacht hat. Dort haben sich Ansätze für die Einteilung, Wettkampfregeln, Trainerarbeit, Ausbildung und adaptierte Kata etabliert. Die australische Judo-Gemeinschaft wollte von diesen Erfahrungen profitieren und ausloten, wie sich die Strukturen für die eigene Entwicklung nutzen lassen.
Die Vorbereitung begann, noch bevor die Athletinnen und Athleten auf die Tatami gingen. Meldeformulare und Haftungsausschlusserklärungen wurden vorab verteilt, ergänzt durch Hinweise zur Registrierung, zu den Wiegevorgängen und zur Bildung vorläufiger Pools. Diese frühen Schritte gehörten zu dem Konzept, für alle Beteiligten ein geordnetes und unterstützendes Umfeld zu schaffen.
Ein zentraler Schwerpunkt war die Einteilung. Die Teilnehmenden befassten sich damit, wie sie erfolgt, warum sie wichtig ist und wie sie passende Begegnungen für Judoka mit unterschiedlichen Fähigkeiten ermöglicht. Es ging nicht allein darum, Kämpfe zu organisieren, sondern darum, dass jede Begegnung sinnvoll und den teilnehmenden Judoka angemessen ist.
Eine sinnvolle Teilhabe stand während des gesamten Programms im Mittelpunkt.
Athletinnen, Athleten und Trainer erhielten Schulungen zu den EJU-Regeln für adaptiertes Judo. Auch die adaptierte Kata nahm in den Einheiten einen wichtigen Platz ein. Damit umfasste das Programm nicht nur Wettkampfabläufe, sondern ebenso die technische Ausbildung.
Zusätzliche Unterstützung stand für Judoka mit geringeren Fähigkeiten sowie für Teilnehmende mit individuellen Anforderungen bereit. Der inklusive Ansatz blieb damit klar im Fokus und ermöglichte, auf die Bedürfnisse der Menschen auf der Tatami einzugehen.
Für die EJU zeigte der Austausch, dass sich europäisches Wissen im adaptierten Judo über den Kontinent hinaus weitergeben lässt. Der australischen Gemeinschaft bot er praktische Orientierung bei den Abläufen, die adaptiertes Judo strukturiert und an den Athletinnen und Athleten ausgerichtet weiterentwickeln können.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union