Europe Owns the Opening Day in Astana with Three Women’s Golds - Image: EJU / European Judo Union

Europa beherrscht den Auftakttag in Astana mit drei Goldmedaillen bei den Frauen

Europas Leichtgewichts-Judoka legten beim Qazaqstan Barysy Grand Slam 2026 einen furiosen Start hin, und der erste Tag in Astana wurde auf der Frauenseite schnell zu einem starken Ausrufezeichen. Alle drei Goldmedaillen bei den Frauen gingen an europäische Athletinnen, wobei die Niederlande, Frankreich und noch einmal Frankreich ganz oben standen.

Der erste große Moment kam in der Frauenklasse bis 48 kg, in der Amber Gersjes einen der herausragenden Siege des Tages feierte. Die niederländische Judoka hatte erst eine Woche zuvor ihre erste Grand-Slam-Medaille gewonnen, doch diesmal ging sie noch weiter und sicherte sich ihr erstes Grand-Slam-Gold.

Ihr Finale gegen Narantsetseg Ganbaatar aus der Mongolei wirkte auf dem Papier besonders schwierig, denn Ganbaatar hatte im direkten Vergleich mit 3:0 geführt. Gersjes blieb aufmerksam, entschärfte mehrere bekannte Angriffe und fand spät im Kampf ihre Chance mit De-ashi-harai für Yuko. Es war ein Durchbruch, und ihre Reaktion nach dem Verlassen der Tatami zeigte genau, wie viel ihr dieser Erfolg bedeutete.

Amber Gersjes verwandelte den Schwung der vergangenen Woche in ihren ersten Grand-Slam-Titel.

In derselben Gewichtsklasse gab es weiteren europäischen Erfolg. Italiens Francesca Milani eröffnete die Medaillenkämpfe mit Bronze gegen Chen-Hao Lin aus Chinesisch-Taipeh, während Russlands Kristina Dudina die zweite Bronzemedaille mit zwei Waza-ari gegen Shafag Hamidova aus Aserbaidschan sicherte. Für Dudina war es das zweite Grand-Slam-Podium, und erneut gelang es ihr in Kasachstan.

Frankreich legte dann mit Blandine Pont in der Frauenklasse bis 52 kg nach. Pont besiegte Khorloodoi Bishrelt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten im Finale mit Yuko und gewann damit ihren zweiten Grand-Slam-Titel in der Klasse bis 52 kg sowie das fünfte Grand-Slam-Gold ihrer Karriere. Nach ihrem Sieg zu Beginn dieses Jahres in Tiflis hat sie nun ein weiteres wichtiges Ergebnis, auf dem sie aufbauen kann.

Ponts jüngste Erfolgsserie wiegt auch wegen ihrer Comeback-Geschichte besonders schwer. Sie sagte, sie habe seit dem Wechsel der Gewichtsklasse im vergangenen Jahr und nach der Rückkehr von einer schweren Knieverletzung härter gearbeitet als je zuvor, und diese Entschlossenheit war in Astana erneut sichtbar.

Die Frauenklasse bis 57 kg rundete einen überragenden Tag für Europa mit einem fast komplett europäischen Podium ab. Frankreich hatte Gold mit einem rein französischen Finale bereits sicher, in dem Faiza Mokdar Chloe Devictor besiegte. Es war Mokdars zweiter Titel in Kasachstan, ein weiterer Hinweis darauf, dass Astana für sie zu einem besonders erfolgreichen Pflaster geworden ist.

Die Niederlande holten in dieser Klasse noch eine weitere Medaille, als Shannon Van de Meeberg Bronze gewann und damit einen sehr erfolgreichen Tag für das niederländische Team mit abrundete. Mit Gersjes' Gold und dem Podiumsplatz von Van de Meeberg hinterließen die Niederlande in der Auftaktsession deutliche Spuren.

Frankreich und die Niederlande gaben in den Frauenwettbewerben das Tempo vor.

In der Männerklasse bis 60 kg gab es keine europäischen Medaillen, doch bis 66 kg stand Europa dennoch auf dem Podium. Russlands Saigid Kerimov gewann Silber, während Ramazan Abdulaev Bronze holte.

Am Ende des ersten Tages war das Muster kaum zu übersehen. Europa sammelte in Astana nicht nur Medaillen, sondern beherrschte in den Frauenklassen die Spitze des Podiums. Mit drei Goldmedaillen, mehreren weiteren Podestplätzen und einigen emotionalen Durchbruchsmomenten war es genau die Art von Auftakt, die einem Team für den Rest des Wochenendes echte Energie geben kann.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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