Faro bereit für rekordverdächtiges Cadet-Judo-Wochenende
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Faro bereitet sich darauf vor, zu einem wichtigen Treffpunkt für junge Judo-Talente zu werden, wenn die Millennium Team Cadet European Cup Tour 2026 am 23. und 24. Mai Station macht. Für ein Wochenende tauscht die Stadt an der Algarve ihr gewohntes Bild gegen die Intensität des Geschehens auf dem Tatami ein und empfängt ein riesiges internationales Teilnehmerfeld sowie ein starkes Heimteam.
Diese Ausgabe schreibt bereits Geschichte. Laut den Veranstaltungsinformationen wird Faro mit 618 Judoka aus 32 Ländern eine Rekordbeteiligung für ein in Portugal ausgetragenes europäisches Judo-Event verzeichnen. Das verleiht dem Turnier zusätzliches Gewicht, sagt aber auch viel darüber aus, wie wichtig diese Station inzwischen im Kadettenkalender geworden ist.
Faro steht kurz davor, einen der größten Kadetten-Judo-Momente Portugals auszurichten.
Das Niveau dürfte vom ersten Kampf an hoch sein. Die Meldeliste umfasst 21 Athletinnen und Athleten, die in ihren Kategorien derzeit zu den Top 10 der Cadet World Ranking List gehören, darunter zwei Nummer-eins der Welt. Zu ihnen zählt Hatice Tuana Balci aus Türkiye in der Klasse über 70 kg, die ihre Spitzenposition in der Weltrangliste weiter festigen will. Auch Arthur Bonato aus Brasilien reist in der Klasse bis 50 kg als Weltranglistenerster an und möchte weitere wertvolle Punkte sammeln.
Für Portugal hat dieses Wochenende noch größere Bedeutung. Die Gastgebernation stellt 99 Athletinnen und Athleten, und 39 von ihnen haben bereits Punkte in der Cadet World Ranking List. Das gibt dem lokalen Team sowohl Tiefe als auch berechtigte Erwartungen vor einem Wettkampf, der in einer entscheidenden Phase der Saison stattfindet.
Einer der wichtigsten portugiesischen Namen, auf die man achten sollte, ist Sofia Gaspar in der Klasse bis 52 kg. Sie liegt derzeit auf Weltranglistenplatz 14 und stand in dieser Saison bei jedem europäischen Wettbewerb, an dem sie teilgenommen hat, auf dem Podium. In Faro sieht sie darin einen weiteren wichtigen Schritt vor den Europameisterschaften.
Gaspar sagte, ihr Ziel sei es, die Medaillenränge zu erreichen und auf dem Tatami in jedem Kampf ihr Bestes zu geben. Sie betonte außerdem, wie anders es sich anfühlt, in Portugal anzutreten, und erklärte, dass die Unterstützung im eigenen Land eine besondere Art von Selbstvertrauen verleihe, auch wenn Faro weit von Coimbra entfernt ist.
Sofia Gaspar bringt Konstanz und Rückenwind in ein wichtiges Heim-Event mit.
Ihre Saison, so sagte sie, sei von kontinuierlichem Training, Einsatz, dem Gleichgewicht zwischen Schule und Training sowie der Entwicklung einer stärkeren mentalen Haltung geprägt gewesen. Diese Details sind im Kadetten-Judo wichtig, wo Fortschritt oft ebenso sehr von dem abhängt, was abseits des Wettkampfs geschieht, wie von dem, was am Wettkampftag selbst passiert.
Angeführt wird Portugals Kadetten-Nationalteam von Trainerin Joana Ramos, die die Veranstaltung als den Höhepunkt einer ganzen Saison harter Arbeit bezeichnete. Sie verwies auf Faro als die letzte große Gelegenheit vor den Kadetten-Europameisterschaften, was dem Turnier sowohl sportlich als auch emotional besondere Bedeutung verleiht.
Ramos betonte auch, dass ein Wettkampf im eigenen Land entscheidend sein kann, nicht nur wegen der Qualifikationsstandards für die Kadetten-Europameisterschaften, sondern auch weil die Athletinnen und Athleten die Möglichkeit erhalten, vor Vereinskolleginnen und -kollegen, Teamkameradinnen und -kameraden der Nationalmannschaft, ihren Familien und Trainerinnen und Trainern anzutreten, die sie jeden Tag unterstützen.
Damit ist Faro mehr als nur eine weitere Station der Tour. Es ist eine Veranstaltung mit Rekordbeteiligung, ein Härtetest für einige der besten Kadettinnen und Kadetten Europas und eine große Heimbühne für Portugals aufstrebende Generation. Am 23. und 24. Mai richtet sich der Fokus im Süden Portugals vollständig auf den Tatami.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union