Khashbaatar: Ein Pionier, der Mongoliens Judo prägte – von Athen bis zum WM-Gold
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Tsagaanbaatar Khashbaatar hat den mongolischen Judo-Sport über Jahre mitgeformt – nicht nur durch Medaillen, sondern durch eine Art aufzutreten, die hängen bleibt. Der Weltmeister von 2009 und Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2004 gilt bis heute als eines der bekanntesten Gesichter in der Judo-Geschichte seines Landes. Auf und neben der Tatami war er für viele mehr als „nur“ ein erfolgreicher Athlet.
Sein großer Durchbruch kam bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, als er Bronze holte und der Mongolei einen weiteren starken Moment auf der olympischen Bühne schenkte. Sein Judo wurde als offensiv, schnell und technisch kreativ beschrieben – genau die Mischung, die Fans sofort packt.
Besonders auffällig war seine außergewöhnliche Vielseitigkeit über mehrere Gewichtsklassen hinweg. International begann er in der Klasse U60kg, wurde später 2009 Weltmeister und führte zwischen 2009 und 2012 sogar die IJF-Weltrangliste in U66kg an. Danach ging es weiter: Starts bei Weltmeisterschaften in U73kg, Einsätze auf der IJF World Tour in U81kg und sogar nationale Auftritte bei mongolischen Meisterschaften in U90kg – fünf Klassen auf hohem Niveau sind eine Seltenheit.
Auch im direkten Vergleich mit starken Gegnern sammelte er markante Ergebnisse, darunter gute Bilanzen gegen den Europäer Miklós Ungvári und enge Duelle mit Dex Elmont. Seine Karriere blieb zudem nicht auf Judo beschränkt: 2013 gewann er Silber bei den Sambo-Weltmeisterschaften in St. Petersburg.
Von U60kg bis U90kg: Khashbaatars Gewichtsklassen-Reise ist fast einzigartig.
2021 brachte er ein Buch über seine Laufbahn heraus, veröffentlicht zum World Judo Day. Heute, mit 42 Jahren, wird er als Wegbereiter des modernen mongolischen Judos gesehen – als Weltmeister, Olympiamedaillengewinner und Vorbild für die nächste Generation.
Quelle: JudoInside