Daniels nächstes Ziel auf der Matte: vom Kämpfer zum Coach
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Am 21. März rückt der World Down Syndrome Day weltweit in den Fokus. Für die European Judo Union ist das mehr als ein Kalendereintrag: Mit dem Adapted Judo Programm soll Inklusion nicht nur behauptet, sondern jeden Tag auf der Matte gelebt werden. Genau dort, wo Schweiß, Respekt und Teamgeist alle Unterschiede übertönen.
Auf dem Tatami zählt nicht, was man hat, sondern was man tut.
In diesem Jahr steht die Geschichte von Daniel Kidd aus dem Vereinigten Königreich im Mittelpunkt – und damit auch die seiner Mutter Sandra. Daniel ist 31, voller Energie, hilfsbereit und, wie Sandra sagt, auch ziemlich stur. Sein Alltag ist dicht: Judo, Schwimmen, Zeichnen, Zeit im Tageszentrum, Mitarbeit im Charity Shop und Unterstützung einer Community Food Bank.
Der Start ins Leben war nicht leicht. Mit 14 Monaten musste Daniel am offenen Herzen operiert werden – für Sandra „der härteste Tag überhaupt“. Trotzdem war ihre Linie klar: Daniel sollte dieselben Chancen bekommen wie seine Geschwister. Keine vorab gesetzten Grenzen, sondern ein Blick auf Möglichkeiten.
Zum Judo kam Daniel fast zufällig, als ein Freund von Rush Judo und einer Mencap-Klasse erzählte. Sandra war erst unsicher, gerade wegen der Körperlichkeit. Doch schon nach wenigen Minuten war Daniel im Judogi auf der Matte – und der Funke sprang über. Trotz Clubfoot und ungleicher Beinlänge fand er im Judo einen Ort, der zu seinem „Happy Place“ wurde.
Die sportlichen Erfolge sind stark: schwarzer Gürtel, Gold bei den British Championships und die Auszeichnung als Player of the Competition in Schweden. Dazu kommen die stillen Siege: nach 15 Monaten COVID-Isolation zurückkommen, Mut neu aufbauen und inzwischen jüngere Kinder unterstützen.
Sein Traum steht fest: Eines Tages will Daniel Coach sein.
Rush Judo wurde dabei zur zweiten Familie. Coach Laurie beschreibt eine lange, fröhliche Reise voller Entwicklung – und eine Lektion, die bleibt: Man sollte niemandem Barrieren setzen, nur weil man selbst Grenzen vermutet.
Quelle: EJU_News