Germany’s grip on -78 kg shines again as Astana final goes to Anna Monta Olek - Image: IJF / International Judo Federation

Deutschlands Griff nach -78 kg glänzt erneut: Das Astana-Finale geht an Anna Monta Olek

Deutschlands Stärke in der Klasse bis 78 kg war in Astana erneut deutlich zu sehen, wo Anna Monta Olek und Alina Boehm in einem rein deutschen Finale aufeinandertrafen. In einer Gewichtsklasse, deren Geschichte bereits von deutschen Erfolgen geprägt ist, wirkte der Kampf zweier weiterer deutscher Judoka um Gold weniger überraschend als vielmehr wie das neueste Kapitel eines langjährigen Maßstabs an Klasse.

Das Finale bot genau die Spannung, die viele erwartet hatten. Olek und Boehm kennen sich gut, und diese Vertrautheit machte klare Wertungschancen schwer herauszuarbeiten. Am Ende wurde der Kampf über Strafen entschieden: Olek setzte sich mit 3:2 gegen Boehm durch, nachdem sie sich mit stärkerem, kontrollierterem Griffkampf die Vorteile erarbeitet hatte.

Es war ein knapper Ausgang, aber ein wichtiger für Olek. Sie verließ Astana mit der Goldmedaille, während Boehm Silber gewann und damit sicherstellte, dass zwei deutsche Flaggen über dem Podium aufstiegen.

Ein Finale zwischen Teamkolleginnen wurde zu einem Duell um kleinste Unterschiede.

Im Anschluss sagte Olek, sie sei zufrieden damit gewesen, wie konsequent sie und ihr Team ihren Plan in den frühen Runden umgesetzt hätten. Sie erklärte auch, warum das Goldfinale besonders schwierig gewesen sei, und verwies darauf, wie anspruchsvoll es ist, gegen eine Teamkollegin anzutreten, die ihr Judo so gut kennt. Laut Olek machte es den Unterschied, mental stabil zu bleiben und weiter Angriffe zu erzwingen, um Strafen zu vermeiden.

Sie stellte das Ergebnis zudem in einen größeren Zusammenhang der Vorbereitung. Olek sagte, der Sieg in Astana bestätige, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, die Europameisterschaften zugunsten von mehr Training auszulassen.

Auch in den Kämpfen um Bronze gab es aus europäischer Sicht einen Höhepunkt. Die Französin Liz Ngelebeya hielt dem Druck stand, gegen Kasachstans Ekaterina Tokareva vor heimischem Publikum anzutreten. Ngelebeya ging zunächst mit einem Konter für Yuko in Führung und beendete den Kampf im nächsten Austausch mit Ippon durch ein gewaltiges Harai-goshi.

Liz Ngelebeya zeigte einen der präzisesten Abschlüsse des Tages.

Die zweite Bronzemedaille ging an Beatriz Freitas aus Brasilien, die Coralie Godbout aus Kanada besiegte. Ihr Kampf entschied, welche Seite Panamerikas die Medaille holen würde, und Freitas beantwortete diese Frage kurz vor Ablauf der vierten Minute, als sie mit einem voll entschlossenen Eindrehangriff auf Ippon durchzog.

Die Endplatzierungen spiegelten sowohl die deutsche Tiefe als auch die breitere internationale Verteilung dahinter wider. Olek gewann die Gewichtsklasse, Boehm folgte mit Silber, und die Bronzemedaillen gingen an Ngelebeya und Freitas.

Knapp außerhalb der Medaillenränge belegten Ekaterina Tokareva und Coralie Godbout jeweils den fünften Platz, während Migle Julija Dudenaite aus Litauen und Aleksandra Babintseva Siebte wurden. Doch das emotionale Zentrum dieser Gewichtsklasse blieb das Finale: zwei deutsche Athletinnen, ein enger Kampf und eine weitere Erinnerung daran, dass Deutschland in der Klasse bis 78 kg weiterhin eine große Kraft ist.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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