Golden-Score-Drama endet mit Mustafa Hebibs Durchbruch in Sarajevo
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Mustafa Hebib bescherte dem Heimpublikum beim Sarajevo European Open 2026 einen unvergesslichen Moment und holte Gold in der Männerklasse bis 81 kg nach einem harten Finale. Am zweiten und letzten Tag der Judo-Wettkämpfe in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina durfte die Gastgebernation erneut auf dem Podium jubeln.
Hebib hatte bereits in den Vorrunden einen starken Eindruck hinterlassen, doch die größte Prüfung wartete im Finale gegen den Russen Akroman Parchiev. Ihr Kampf dauerte im Golden Score mehr als fünf Minuten, bevor Hebib sich schließlich den Sieg und eine Goldmedaille sicherte, die sowohl für den Athleten als auch für die Halle um ihn herum besonderes Gewicht hatte.
Es war nicht einfach nur ein weiteres Ergebnis. Für Hebib war es die erste Goldmedaille seiner Karriere bei einem Open-Turnier, was den Sieg zu einem wichtigen Schritt in seiner Entwicklung machte. Dass er sich in einer Gewichtsklasse durchsetzte, die als die größte des Turniers beschrieben wurde, verlieh diesem Erfolg noch mehr Bedeutung.
Die Gastgebernation musste warten, doch die Belohnung war gewaltig.
Bosnien und Herzegowina hatte bereits am Samstag sein Medaillenkonto eröffnet, als Aleksandra Samardžić Bronze in der Frauenklasse bis 70 kg gewann. Hebibs Titel am Sonntag bedeutete, dass die Gastgeber das Turnier mit einem weiteren starken Höhepunkt beendeten, diesmal ganz oben auf dem Podium.
Hebib selbst machte deutlich, dass das Ergebnis besonders ermutigend sei, weil ein großes Resultat zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt erwartet worden war. Er sagte, das Gold habe ihm einen wertvollen Schub an Selbstvertrauen gegeben, betonte aber auch, dass der Hauptfokus seines Teams weiterhin auf den Mittelmeerspielen liege und darauf, dort die bestmögliche Leistung zu zeigen.
Dieses Gleichgewicht sagt wahrscheinlich viel darüber aus, warum dieses Ergebnis so wichtig ist. Einerseits war es ein Durchbruch vor heimischem Publikum, erkämpft in einem anspruchsvollen Finale, das im Golden Score Geduld und Nervenstärke verlangte. Andererseits zeigte Hebibs Reaktion einen Athleten, der weiter nach vorn blickt und diesen Erfolg eher als Antrieb denn als Ziellinie versteht.
Das Sarajevo European Open 2026 bot an beiden Wettkampftagen intensive Kämpfe, und für die lokalen Fans endete der Sonntag mit der bestmöglichen Belohnung. Heim-Gold hat immer eine besondere Bedeutung, und Hebibs Sieg brachte dieses Gefühl auf die klarste Weise überhaupt zum Ausdruck.
Hebib machte aus einem langen Finale das erste Open-Gold seiner Karriere.
Mit Samardžićs Bronze und Hebibs Gold verließen die Gastgeber ihr European Open mit Medaillen an beiden Tagen. Für das Publikum in Sarajevo war das mehr als genug Grund zum Feiern.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union