Tbilisi zum Abschluss: Europas Judoka senden ein klares Signal Richtung April
Teilen
Der letzte Tag beim Tbilisi Grand Slam 2026 fühlte sich an wie ein Vorgeschmack auf das, was in wenigen Wochen in derselben Arena wartet: die Senior European Judo Championships Tbilisi 2026 (16.–19. April). Schon in den ersten Tagen war Europas Präsenz groß, doch am Sonntag setzte das Feld noch einmal nach – mit engen Finals, Golden-Score-Drama und einem Heim-Moment, der die Halle explodieren ließ.
Im -90-kg-Wettbewerb gab es erst ein rein georgisches Bronze-Duell: Luka Javakhishvili setzte mit Seoi-nage ein frühes Ausrufezeichen und holte sich Waza-ari gegen Akaki Japaridze. Im Finale traf dann Luka Maisuradze auf Nemanja Majdov. Nach Shido auf beiden Seiten und einem weiteren Shido gegen Majdov ging es in den Golden Score, wo Maisuradze in der Transition blitzschnell war und mit O-uchi-gari für yuko Gold festmachte.
Georgien bekam am Ende genau den Heim-Moment, auf den die Fans gewartet hatten.
In der -78-kg-Klasse sorgte Yuliia Kurchenko früh für Klarheit und punktete mit Ko-soto-gake für yuko gegen Emma Reid. Milica Žabić, eigentlich aus der +78-kg-Kategorie kommend, kämpfte sich stark durch und gewann Bronze gegen Metka Lobnik mit Seoi-otoshi. Das Finale bekam dann eine unerwartete Wendung: Audrey Tcheuméo wurde der Titel zugesprochen, weil Alina Boehm nicht antreten konnte – und Tcheuméo stand damit bei ihrem 10. Grand-Slam-Sieg.
Bei -100 kg rettete Simeon Catharina für die Niederlande Bronze: Erst Waza-ari mit Seoi-otoshi, dann ein spätes Ippon-Comeback per Konter gegen Darko Brašnjović. Gold ging nach einem rein russischen Finale an Idar Bifov, der im Golden Score Sumi-gaeshi traf.
Europas Medaillenflut in Tbilisi war kein Zufall, sondern ein Statement.
In der +78-kg-Kategorie holte Europa alle Medaillen. Asya Tavano gewann Bronze nach frühem Maki-komi, Célia Cancan sicherte sich ihre erste Grand-Slam-Medaille per Submission in Ne-waza. Im Finale drehte Raz Hershko nach Rückstand (Waza-ari durch O-uchi-gari) den Kampf mit O-soto-otoshi zum Ippon gegen Lea Fontaine.
Das Finale des Turniers lieferte dann die perfekte Kulisse für die Gastgeber: Irakli Demetrashvili warf Losseni Kone mit Uchi-mata zum Ippon und setzte den Schlusspunkt. Insgesamt standen 14 Kategorien, 56 Medaillen und 386 Judoka aus fünf Kontinenten – und Europa ging mit 48 Medaillen aus Tbilisi heraus. Jetzt folgt nur eine kurze Pause, bevor es in vier Wochen zurück in die georgische Hauptstadt geht.
Quelle: EJU_News