Gori Gets Ready for a Home Judo Weekend with Local Hopes Running High - Image: EJU / European Judo Union

Gori macht sich bereit für ein Judo-Wochenende im eigenen Haus, die lokalen Hoffnungen sind groß

Gori steht vor einem weiteren großen Judo-Moment: Am 9. und 10. Mai bringt der Gori Senior European Cup internationales Geschehen in eine der angesehensten Sportstädte Georgiens. Für einen Ort mit tiefen Wurzeln im Judo ist das mehr als nur ein weiterer Termin im Kalender. Es fühlt sich persönlich an.

Die kleine georgische Stadt ist weit über ihre Größe hinaus bekannt, dank ihrer starken Sporttradition und ihrer Verbindung zu einigen der größten Namen des Landes. Einer von ihnen ist Lasha Shavdatuashvili, der georgische Star, der olympische, Welt- und Europatitel gewonnen hat. Diese Geschichte verleiht dem Turnier zusätzliche Bedeutung, wenn das europäische Judo in eine Stadt kommt, in der der Sport zum Alltag gehört.

Fast 191 Athletinnen und Athleten aus 18 Ländern werden im Gori Sports Palace erwartet. Bei einem solchen Teilnehmerfeld dürfte die Atmosphäre vom ersten Kampf an intensiv sein. Und da die heimischen Fans bereit sind, die Halle zu füllen, brauchen die georgischen Athletinnen und Athleten keine Erinnerung daran, dass dieser Wettkampf wichtig ist.

In Gori wird Judo nicht nur angeschaut, sondern gespürt.

Einer der lokalen Namen, auf denen dieser Druck lastet, ist Jumber Meladze in der Klasse bis 81 kg. Er tritt in seiner Heimatstadt an und sagte, dass er sich nach einem Trainingslager in Ungarn und weiterer körperlicher Arbeit in Tiflis mit seinen Trainern gut vorbereitet und bereit für die Herausforderung fühle. Er sagte außerdem, dass sein Gewichtsmanagement nach Plan verlaufen sei, sodass er sich nun ganz auf die bevorstehenden Kämpfe konzentrieren könne.

Für Meladze bedeutet das Turnier noch mehr, weil es zu Hause stattfindet. Er bezeichnete das als große Verantwortung, besonders bei einer Veranstaltung dieses Niveaus im eigenen Land und in der eigenen Stadt. Gleichzeitig machte er klar, dass sein Ziel einfach ist: alles geben und um Gold kämpfen.

Dieses Gleichgewicht zwischen Stolz und Druck könnte zu einem der prägenden Themen des Wochenendes werden. Heimwettkämpfe können eine Athletin oder einen Athleten beflügeln, verlangen aber auch emotionale Kontrolle. Meladze scheint beide Seiten dieses Moments zu verstehen.

Er sprach auch über die Unterstützung, die er vom Publikum in Gori erwartet, wo Kampfsport einen besonderen Stellenwert hat. Mit Familie, Freunden und Verwandten auf den Rängen glaubt er, dass dieser Rückhalt einen echten Unterschied machen kann, besonders in den schwierigsten Momenten des Wettkampfs, wenn die Energie nachzulassen beginnt.

Die Unterstützung des Heimpublikums könnte an diesem Wochenende eine der stärksten Waffen Georgiens sein.

Die Veranstaltung steht auch für etwas Größeres im georgischen Judo. Laut Meladze ist dies bereits das fünfte internationale Turnier in Folge, das Georgien in diesem Jahr ausrichtet. Seiner Ansicht nach sagt das viel darüber aus, wie stark der Sport im Land wächst und wie eng er mit der Öffentlichkeit verbunden ist.

Er ist überzeugt, dass Sichtbarkeit wichtig ist, besonders für junge Menschen, die von den Rängen oder online zuschauen. Mehr Turniere im eigenen Land können mehr Kinder zum Sport bringen, Orientierung und Inspiration geben und dabei helfen, die nächste Generation von Judoka zu formen.

Das könnte die größere Geschichte in Gori sein. Ja, Medaillen werden zählen. Aber ebenso das Bild einer Stadt und eines Landes, die weiter rund um das Judo aufbauen, mit einem lokalen Publikum, einer stolzen Tradition und Athletinnen und Athleten, die bereit sind, dieses Gewicht auf die Tatami zu tragen.

Die gesamte Action aus Gori wird live auf JudoTV verfügbar sein.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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