Graz setzt neue Maßstäbe: Junioren-Europacup markiert neuen Rekord im Judo

Der Junioren-Europacup 2026 in Graz hat sich bereits einen Platz in der Judo-Geschichte gesichert. Am Samstagmorgen, dem 30. Mai, wurde offiziell, dass die Veranstaltung im Raiffeisensportpark Graz einen Rekord erreicht hat, den zuvor kein Juniorenturnier in Europa oder weltweit geschafft hatte.

Insgesamt gingen 617 junge Judoka aus 34 Nationen an den Start und machten das Turnier damit zum größten Junioren-Event dieser Art, das jemals verzeichnet wurde. Damit übertraf Graz die jüngste Bestmarke aus Lignano im April, wo 595 Athletinnen und Athleten aus 27 Nationen antraten, ebenso wie Berlins langjährigen Allzeitrekord von 612 Teilnehmenden aus 31 Ländern, der seit 2008 Bestand hatte.

Für Österreich hat dieses Wochenende zusätzliches Gewicht. Der bisherige nationale Rekord gehörte Leibnitz im Jahr 2014, als 596 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 31 Nationen dabei waren. Nun wurde auch diese Marke übertroffen, was diesem ohnehin herausragenden Moment für das österreichische Judo eine weitere besondere Ebene verleiht.

Graz war nicht nur Gastgeber eines großen Events, sondern Gastgeber eines neuen Junioren-Judo-Rekords.

Judo Austria hob sowohl das Ausmaß des Wettbewerbs als auch die Resonanz auf die Veranstaltung hervor. Generalsekretärin Corina Korner und Präsident Martin Poiger verwiesen auf Österreichs wachsendes Profil auf internationaler Ebene und nannten die starken Teilnehmerzahlen bei den Trainingslagern in Mittersill sowie beim Upper Austria Grand Prix in Linz im Jahr 2025. In Graz habe der Junioren-Europacup, so ihre Einschätzung, nicht nur zahlenmäßig überzeugt, sondern auch organisatorisch.

Das ist wichtig, denn eine rekordverdächtige Größe kann schnell schwer zu bewältigen sein. Stattdessen wurde das in der Quelle erwähnte Feedback als ausgezeichnet beschrieben, und das Turnier wurde für seine fehlerlose Organisation gelobt. Gerade bei einer Juniorenveranstaltung, bei der viele Athletinnen und Athleten noch ihre ersten großen internationalen Erfahrungen sammeln, kann ein solches Umfeld einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Auch das Kampfrichterteam spiegelt die Dimension dieses Wochenendes wider. Laut Quelle sind 28 Kampfrichterinnen und Kampfrichter aus 14 Nationen in Graz im Einsatz, eine Zahl, die ebenfalls eine neue Bestmarke setzen könnte. Unter ihnen ist mit Roberta Chyurlia aus Italien eine laut Quelle mehrfach bei Olympischen Spielen eingesetzte Kampfrichterin.

Auch Österreich ist im Kampfrichterbereich sichtbar vertreten: durch Paul Perchtold aus Wien, Roland Poiger aus dem Burgenland und David Pühringer aus Oberösterreich. Ihr Einsatz unterstreicht, wie stark das Gastgeberland nicht nur organisatorisch, sondern auch in jener Arbeit vertreten ist, die einen Wettbewerb dieser Größe reibungslos am Laufen hält.

Österreichs Junioren-Judo-Wochenende ist nun Teil der Rekordbücher.

Am meisten sticht das größere Gesamtbild hervor. Das Junioren-Judo wächst weiter, und Graz ist der jüngste Beleg für diese Dynamik. Mit 617 Athletinnen und Athleten aus 34 Nationen auf der Tatami ist dies mehr als nur ein statistischer Meilenstein. Es ist ein Zeichen dafür, wie tief und breit die nächste Judo-Generation inzwischen aufgestellt ist.

Für das europäische Judo und besonders für Österreich ist diese Leistung ein starkes Signal. Graz begrüßte nicht einfach nur ein großes Feld an Wettkämpferinnen und Wettkämpfern. Die Stadt war Gastgeber eines Turniers, das einen neuen Maßstab gesetzt hat.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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