Late pressure decides -63 kg final as Haruka Kaju edges Joanne Van Lieshout in Mongolia - Image: IJF / International Judo Federation

Später Druck entscheidet das -63-kg-Finale: Haruka Kaju setzt sich in der Mongolei gegen Joanne Van Lieshout durch

Haruka Kaju aus Japan gewann beim Ulaanbaatar Grand Slam Gold in der Klasse bis 63 kg nach einem spannenden Finale gegen Joanne Van Lieshout aus den Niederlanden. In einem Kampf, der lange eng blieb, fiel die Entscheidung über Strafen, als Van Lieshout weniger als zwanzig Sekunden vor Schluss den dritten Shido erhielt.

Der Tag hatte mit großer Aufmerksamkeit für Enkhriilen Lkhagvatogoo aus der Mongolei begonnen, die topgesetzte Athletin und eine der größten Medaillenhoffnungen des Heimpublikums. Ihr Lauf endete jedoch im Viertelfinale gegen Lubjana Piovesana aus Österreich. Piovesana blieb unter Druck ruhig und erzielte schließlich Waza-ari im Golden Score, um die Lokalmatadorin aus dem Wettbewerb zu nehmen.

Dieses Ergebnis sorgte früh für eine Wendung in der Gewichtsklasse, doch Piovesana hatte noch eine enorme Aufgabe vor sich. Im Halbfinale traf sie auf die Weltmeisterin von 2024, Joanne Van Lieshout, und die Niederländerin zeigte, warum sie weiterhin zu den Maßstäben dieser Klasse gehört. Van Lieshout erzielte Ippon, beendete Piovesanas starken Lauf und zog erneut in ein Grand-Slam-Finale ein.

Auf der anderen Seite des Tableaus setzte sich Kaju in den Vorrunden souverän durch und erreichte den Kampf um Gold. Da die Weltranglistenerste bereits ausgeschieden war, trafen im Finale zwei der führenden Namen dieser Klasse aufeinander, und genau so fühlte es sich auch auf der Matte an. Keine der beiden Athletinnen gab zu Beginn viel preis, und der Kampf entwickelte sich zu einem vorsichtigen, ausgeglichenen Duell.

Die entscheidende Spannung entstand, als sich das Geschehen in Ne-waza verlagerte, wo Kaju mehr Druck aufbaute. Van Lieshout hielt am Boden dagegen und blieb auch im Stand standhaft, konnte das Momentum aber nicht vollständig wieder auf ihre Seite ziehen. Als die Uhr herunterlief, wuchs der Druck über die Strafen, und der dritte Shido besiegelte den Sieg für Kaju.

Mit diesem Erfolg holte Kaju ihren vierten Grand-Slam-Titel und Japans fünfte Goldmedaille in der Mongolei. Nach dem Finale sagte sie, sie freue sich, die Wurftechniken gezeigt zu haben, an denen sie gearbeitet habe, statt sich nur auf Bodenarbeit zu verlassen. Sie verwies auch auf die Weltmeisterschaften als ihr nächstes großes Ziel und sagte, dass noch Luft nach oben sei, nachdem sie das Finale in Ne-waza nicht vollständig habe beenden können.

Joanne Van Lieshout trieb das Finale bis in die letzten Sekunden.

Kaju sprach auch sehr herzlich über ihren Auftritt in der Mongolei und sagte, der Empfang durch das Publikum sei etwas Besonderes gewesen, obwohl sie nicht die heimische Athletin war. Das gab einem Finale, das von Kontrolle, Geduld und kleinen Unterschieden geprägt war, noch eine menschliche Note.

Auch in den Bronzekämpfen gab es ein europäisches Highlight. Piovesana meldete sich nach ihrer Halbfinalniederlage zurück und sicherte Österreich einen Platz auf dem Podium, indem sie Deutschlands Sara-Joy Bauer nach einem aktiven Kampf voller Angriffe und Übergänge mit Waza-ari in Ne-waza besiegte.

Im anderen Bronzekampf besiegte Dali Liluashvili aus Russland Lkhagvatogoo im Golden Score, nachdem die Mongolin den dritten Shido erhalten hatte. Für die heimischen Fans war es ein bitteres Ende. Für Europa sorgten Van Lieshouts Silber und Piovesanas Bronze dennoch für eine starke Präsenz des Kontinents in einer der am härtesten umkämpften Gewichtsklassen des Turniers.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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