Heimischer Jubel für Mireia Rodriguez Salvador, als Spanien in La Nucía/Benidorm den Durchbruch schafft
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Spanien erlebte am zweiten Tag der European Open 2026 in La Nucía/Benidorm endlich seinen großen Moment, und er kam in der Klasse bis 48 kg durch Mireia Rodriguez Salvador. Vor heimischem Publikum, das das ganze Wochenende auf den Gold-Durchbruch gewartet hatte, holte sie den ersten Titel des Gastgeberlandes bei diesem Turnier und sorgte für die größte Feier in der Arena.
Für Rodriguez Salvador hatte dieses Ergebnis besonderes Gewicht. Es war ihre erste Goldmedaille bei einer European Open, und sie gewann sie nahe der Heimat, mit Familie und Freunden auf der Tribüne und dem Druck der spanischen Erwartungen um sich herum. Sie sagte, sie habe sich das ganze Jahr auf diesen Wettkampf vorbereitet und versucht, die Nervosität auf der Tatami in Energie umzuwandeln.
Spaniens Durchbruch kam genau in dem Moment, den das Publikum brauchte.
Ihr Sieg bescherte der Veranstaltung eine ihrer emotionalsten Szenen, als vor dem Ende des Wochenendes endlich die spanische Hymne erklang. Spanien gewann am Schlusstag außerdem weitere Bronzemedaillen und rundete damit ein starkes und denkwürdiges Heimturnier ab.
Eine dieser Bronzemedaillen holte Carla Ubasart Mascaro in der Klasse bis 57 kg. Nachdem sie sich durch ein stark besetztes Feld gekämpft hatte, sprach sie offen über ihre größeren Ziele und sagte, sie sei bereit, alles zu geben, wenn sie die Chance bekomme, um die Olympiaqualifikation zu kämpfen. Ihre Worte spiegelten die Stimmung im spanischen Team über das ganze Wochenende hinweg wider: ehrgeizig, bodenständig und sich vollkommen bewusst, dass jedes Turnier zählt.
Trotzdem erzählte der gesamte Medaillenspiegel eine andere Geschichte, auch wenn Spanien einen der lautesten Momente für sich verbuchte. Deutschland beendete nach zwei intensiven Tagen an der Costa Blanca das Turnier an der Spitze, mit drei Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen. Damit lag das Team vor den Niederlanden und Frankreich.
Deutschlands Auftritt wurde durch einen großen Namen in der Klasse bis 90 kg unterstützt. Der olympische Silbermedaillengewinner Eduard Trippel kehrte zum ersten Mal seit den Senioren-Weltmeisterschaften 2025 in den Wettkampf zurück und setzte sofort ein Zeichen, indem er mit einer kontrollierten Leistung Gold gewann, die seine Klasse und Erfahrung zeigte.
Deutschland führte die Tabelle an, doch Spanien sorgte für die Emotionen des Wochenendes.
Auch in der Klasse bis 52 kg gab es einen bemerkenswerten Durchbruch, wo die 23-jährige Tereza Bodnarova Gold gewann. Ihr Ergebnis war eine der Überraschungen der Veranstaltung und eine weitere Erinnerung daran, wie konkurrenzfähig und unberechenbar die European-Open-Serie sein kann.
Von etablierten olympischen Medaillengewinnern bis zu aufstrebenden Athletinnen und Athleten, die ins Rampenlicht traten, bot das Wochenende ein wenig von allem. Spanien hatte die Geschichte des Heimpublikums, Deutschland die insgesamt stärkste Ausbeute, und mehrere Judoka nutzten die Veranstaltung, um zu einem wichtigen Zeitpunkt der Saison ein Zeichen zu setzen.
Der Wettkampf mag vorbei sein, doch die Aktivität in Benidorm lässt nicht nach. Das Benidorm Olympic Training Camp beginnt heute mit fast 1.000 Teilnehmenden und hält die Dynamik nach einer European Open aufrecht, die Druck, Chancen und einige unvergessliche Emotionen auf heimischer Tatami vereinte.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union