Ein neuer Schritt für den Nachwuchs im Judo: IJF führt Cadet- und Junior-Grand-Prix-Stationen ein
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Die Internationale Judo-Föderation eröffnet jungen Athletinnen und Athleten mit zwei internationalen Veranstaltungen für Cadet- und Junior-Judoka einen neuen Weg. Damit rücken Wettbewerbe für Junioren und Cadets näher an die Struktur, Standards und Atmosphäre heran, die sonst vor allem auf der Senior-Tour erlebt werden.
Das erste der neuen Turniere wird der Hoji Sharif Dushanbe Junior Grand Prix in Duschanbe, Tadschikistan, sein, angesetzt für den 24. und 25. Oktober 2026. Im Anschluss folgt vom 26. bis 28. Oktober ein internationales Trainingslager, das Athletinnen, Athleten und Coaches zusätzliche Zeit auf der Tatami nach dem Ende des Wettkampfs gibt.
Einen Monat später geht die neue Serie in Usbekistan weiter, mit dem Saber Tashkent Cadet Grand Prix am 24. und 25. November 2026. Auch auf diese Veranstaltung folgt ein internationales Trainingslager, das vom 26. bis 28. November stattfindet.
Bislang hat die IJF jährlich Weltmeisterschaften für die Altersklassen Cadet und Junior organisiert, während viele Entwicklungsmöglichkeiten über nationale und kontinentale Strukturen liefen. Diese neuen Grand-Prix-Veranstaltungen schaffen etwas anderes: eine klarere internationale Brücke für junge Judoka, die in die Umgebung der World Judo Tour hineinwachsen und langfristig die höchste Ebene des Sports anstreben wollen.
Das ist wichtig, weil Erfahrung nicht nur durch Medaillen entsteht. Unter IJF-Standards zu kämpfen, sich an die Anforderungen einer internationalen Veranstaltung anzupassen und zu lernen, mit einem professionelleren Umfeld umzugehen, gehört alles dazu, ein kompletter Athlet zu werden. Für viele Judoka könnten diese Turniere ein früher Vorgeschmack darauf sein, was Senior-Judo verlangt.
Die IJF bestätigte außerdem, dass die neuen Wettbewerbe Preisgeld bieten werden. Für junge Athletinnen und Athleten bedeutet das eine weitere Form der Anerkennung, wenn sie ihre internationale Reise beginnen und sich mit starker Konkurrenz aus der eigenen Generation messen.
Zwei neue Turniere könnten den frühen internationalen Weg junger Judoka verändern.
IJF-Präsident Marius Vizer begrüßte das Projekt als Investition in die nächste Generation von Champions. Laut dem Verband geht es nicht nur darum, wertvolle Wettkampferfahrung zu ermöglichen, sondern auch sportliche Exzellenz zu fördern und Cadet- sowie Junior-Athletinnen und -Athleten auf erfolgreiche Karrieren auf höchstem Niveau vorzubereiten.
Die Initiative hat zudem eine starke Bildungsseite. Die Trainingslager nach den Veranstaltungen sollen Athletinnen, Athleten und Coaches zusammenbringen und Raum schaffen, Wissen auszutauschen, Seite an Seite zu trainieren und Verbindungen über Grenzen hinweg aufzubauen. In einem Sport, der Respekt und gemeinsames Lernen schätzt, wirkt dieses Detail besonders wichtig.
Die Trainingslager könnten am Ende genauso wertvoll werden wie die Medaillen.
Die IJF dankte den Judo-Verbänden Tadschikistans und Usbekistans dafür, dass sie geholfen haben, das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen. Mit ihrer Unterstützung sieht der Verband diese Veranstaltungen als Teil eines breiteren Vorhabens, die Zukunft des Judo weltweit zu stärken.
Mit dem Start des Hoji Sharif Dushanbe Junior Grand Prix und des Saber Tashkent Cadet Grand Prix beginnt ein neues Kapitel für den Judo-Nachwuchs. Es ist eine praktische, aber zugleich ambitionierte Veränderung: mehr Chancen, mehr internationale Erfahrung und eine engere Verbindung zwischen jungen Talenten und der Welt, in die sie eintreten wollen.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: IJF / International Judo Federation