Im IJF Youth Camp auf dem Weg nach Dakar 2026
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Das IJF Youth Camp im Sport Resort Fiesch in der Schweiz entwickelt sich zu einer wichtigen Station auf dem Weg zu den Olympischen Jugendspielen Dakar 2026. Es ist auch als Sergei Judo Camp bekannt und bringt junge Judoka für weit mehr zusammen als nur für harte Einheiten auf der Tatami.
Je näher Dakar 2026 rückt, desto mehr Bedeutung gewinnt das Camp. Die Olympischen Jugendspiele in Dakar werden die erste olympische Veranstaltung auf afrikanischem Boden sein, und dieses Treffen gibt den Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, sich in einem weiteren Sinn auf diesen Moment vorzubereiten, nicht nur durch Training, sondern auch durch mentale und kulturelle Entwicklung.
In diesem Jahr begrüßt die Veranstaltung 500 Kadetten- und Junioren-Athletinnen und -Athleten aus 40 Ländern zu mehreren Tagen voller Arbeit, Austausch und gemeinsamer Erfahrungen. Jede Delegation umfasst sowohl weibliche als auch männliche Athletinnen und Athleten, was ein klares Bekenntnis zu Chancengleichheit widerspiegelt.
Im Mittelpunkt des Camps steht Sergei Aschwanden, Olympia-Bronzemedaillengewinner von Beijing 2008 und aktueller Präsident des Schweizerischen Judo-Verbands. Unter seiner Leitung und gemeinsam mit einem internationalen Trainerteam ist die Veranstaltung zu weit mehr als einem gewöhnlichen Vorbereitungslager vor Wettkämpfen geworden.
Aschwandens Botschaft ist einfach und wichtig: Judo dreht sich nicht nur um Resultate. Das Camp baut ebenso auf Judo-Kultur wie auf Leistung und bietet jungen Athletinnen und Athleten einen Raum, die Werte hinter dem Sport zu verstehen und sich zugleich den Anforderungen einer Vorbereitung auf Spitzenniveau zu stellen.
Dieses Camp baut mehr auf als nur Wettkampfbereitschaft.
Die Eröffnungseinheit wurde von Bruno Tsafack geleitet und gab der Woche einen intensiven, aber inspirierenden Ton. Danach lernen die Teilnehmenden weiter von Olympia-Medaillengewinnern, Weltmeistern und Europameistern, deren Erfahrung direkt an die nächste Generation weitergegeben wird.
Die Struktur folgt der Philosophie des NATSU-Programms. Das bedeutet technische Entwicklung, intensives Randori und wettkampforientierte Vorbereitung, alles in einem internationalen Umfeld, in dem Athletinnen und Athleten von Menschen lernen können, denen sie sonst vielleicht nie begegnen würden.
Diese internationale Mischung ist vielleicht eine der größten Stärken des Camps. Die jungen Judoka schärfen nicht nur ihr Judo, sondern leben und trainieren auch Seite an Seite mit Athletinnen und Athleten aus aller Welt und bauen durch den Alltag Freundschaften und gegenseitigen Respekt auf.
Für viele ist dieser Teil genauso wichtig wie die körperliche Arbeit. Kultureller Austausch, gemeinsame Routinen und die schlichte Erfahrung, Gleichaltrige mit unterschiedlichem Hintergrund kennenzulernen, sind eng mit den Werten der olympischen Bewegung und mit dem Judo selbst verbunden.
Das anhaltende Wachstum des Camps wird von der International Judo Federation und Olympic Solidarity unterstützt. Diese Unterstützung hilft nationalen Verbänden, darunter viele mit Athletinnen und Athleten, die Dakar 2026 anstreben, an einem Umfeld teilzunehmen, das den Zugang zu Vorbereitung auf höchstem Niveau erweitern soll.
Der Weg nach Dakar 2026 ist auch eine Lektion in Judo-Werten.
Während der Countdown weiterläuft, sticht das IJF Youth Camp als Erinnerung daran hervor, dass sich Entwicklung im Judo nicht nur an Medaillen messen lässt. In Fiesch liegt der Fokus auch darauf, bessere Wettkämpferinnen und Wettkämpfer, stärkere Botschafterinnen und Botschafter des Sports und bessere junge Menschen zu formen.
Für eine Generation, die um einen Platz in Dakar 2026 kämpft, könnte genau das die wichtigste Vorbereitung von allen sein.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation