Joshua de Lange holt Durchbruchsgold in Prag mit starkem Soto-maki-komi
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Joshua de Lange gehörte am zweiten Tag der European Open Prague 2026 zu den prägenden Namen. Im Männerwettbewerb bis 81 kg gewann der niederländische Judoka mit einer abgeklärten und explosiven Finalleistung den größten Titel seiner noch jungen Seniorenkarriere.
Die Atmosphäre in der Prager Sporthalle entsprach dem Niveau auf der Tatami: hochklassiges Judo und mehrere dramatische Momente prägten den Tag. De Langes Weg stach vor allem wegen der Art heraus, wie er das Finale anging: ruhig unter Druck, geduldig in den Sequenzen und konsequent, als sich die Öffnung bot.
Im Kampf um Gold traf de Lange auf den Franzosen Benjamin Axus, einen Gegner, der für konstanten Druck und einen schwierigen Griffstil bekannt ist. Von Beginn an versuchte Axus, genau diese Intensität in den Kampf zu bringen. De Lange ließ sich jedoch nicht in den falschen Kampf hineinziehen. Er kontrollierte die Distanz gut und blieb diszipliniert, wartete auf den richtigen Moment, statt Aktionen zu erzwingen.
Dieser Moment kam etwa zur Mitte des Finals. De Lange reagierte sofort, drehte präzise mit Soto-maki-komi ein, kontrollierte den Arm und brachte Axus entschlossen auf die Tatami. Es war ein eindeutiger Ippon, und die niederländische Ecke brach in Jubel aus, als der Kampfrichter den Sieg bestätigte.
Eine einzige Öffnung war alles, was Joshua de Lange im Finale brauchte.
Der Sieg wiegt umso schwerer, weil er in de Langes erstem Jahr auf Seniorenniveau gelang. Nach der Siegerehrung sagte er, dass er und sein Trainer zu Beginn der olympischen Qualifikationsphase bewusst ein starkes Fundament aufbauen wollten. Deshalb lag der Fokus seiner Saison bislang auf European-Open-Turnieren. Nach Bronze und Silber früher in der Saison brachte Prag nun endlich Gold.
Diese Entwicklung macht das Ergebnis besonders bedeutend. Es war nicht nur ein Tag mit Titelgewinn, sondern auch ein weiteres Zeichen dafür, dass sich de Lange schnell an das Senioren-Judo anpasst. Auf diese Weise zu gewinnen, gegen einen erfahrenen französischen Gegner in einem Finale, unterstrich sowohl sein Selbstvertrauen als auch seine taktische Reife.
De Lange machte außerdem klar, dass seine Ambitionen weit über einen Erfolg bei den European Open hinausgehen. Seine nächsten Schritte sollen Grand-Slam- und Grand-Prix-Turniere sein, während er die Weltmeisterschaften und das Masters als die wichtigsten Höhepunkte seiner Saison nannte.
Er verwies auch auf die knappen Enttäuschungen des vergangenen Jahres, als er bei den Junioren-Weltmeisterschaften und den Junioren-Europameisterschaften jeweils knapp am Podium vorbeiging. Statt diese Resultate nur als Enttäuschung zu sehen, bezeichnete er sie als Motivation, weiter zu arbeiten und sich zu verbessern.
Gold in Prag gibt dem niederländischen Nachwuchstalent echten Schwung für die Seniorenbühne.
Mit diesem Ergebnis hat sich de Lange klar als weiteres spannendes niederländisches Talent ins Blickfeld geschoben. Prag könnte sich als früher Meilenstein auf einer viel größeren Reise erweisen, doch auch für sich genommen war dies ein Ausrufezeichen: kluges Judo, perfektes Timing und ein Abschluss, der eines Titels würdig war.
Quelle: EJU.net
Quelle: Fighting Lifestyle