Welttag des Judo 2026 stellt Zugehörigkeit in den Mittelpunkt
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Am 28. Oktober 2026 begeht die weltweite Judo-Gemeinschaft den Welttag des Judo unter dem Motto Zugehörigkeit. Dabei geht es um mehr als die Einladung auf die Tatami: Jede Judoka und jeder Judoka soll sich anerkannt, respektiert und als Teil der großen Judo-Familie fühlen.
Zugehörigkeit knüpft an das Thema Inklusion des Welttags des Judo 2022 an. Damals stand im Mittelpunkt, Menschen den Zugang zum Sport zu eröffnen. Das Motto 2026 fragt weiter: Fühlt sich jemand, der ein Dojo betritt, unterstützt und wertgeschätzt – und bleibt er oder sie mit der Gemeinschaft verbunden?
Diese Frage betrifft die gesamte Judo-Gemeinschaft. Sie schließt Judoka mit Behinderungen ein, darunter Athletinnen und Athleten im adaptierten Judo und Gehörlosen-Judo, ebenso Frauen und Mädchen, Kinder bei ihren ersten Schritten im Sport sowie Geflüchtete und Vertriebene, die Stabilität, Selbstvertrauen und Freundschaft suchen. Sie richtet sich auch an alle, die durch soziale, wirtschaftliche, kulturelle oder geografische Hürden vom Sport getrennt sind.
Jede Judoka und jeder Judoka soll spüren, dass ihr oder sein Platz auf der Tatami selbstverständlich ist.
Der Ecole Mont-Olivet Lausanne Grand Slam 2026 setzte diese Idee in besonderer Weise um. Als erster inklusiver Grand Slam der Geschichte brachte die Veranstaltung Wettbewerbe der World Judo Tour, adaptiertes Judo und Gehörlosen-Judo in einem gemeinsamen Veranstaltungsrahmen zusammen.
In Sarajevo wurde die Botschaft beim internationalen Treffen rund um die Veteranen-Weltmeisterschaften und die Weltmeisterschaften Kata weitergetragen. Special-Olympics-Athletinnen und -Athleten kämpften im Shiai und zeigten Kata im Zentrum der Arena – auf derselben öffentlichen Bühne wie das übrige Programm.
Diese Beispiele machten deutlich, dass Spitzenleistung und Offenheit einander nicht ausschließen. Adaptiertes Judo, Gehörlosen-Judo und die Teilnahme von Special Olympics wurden nicht an den Rand einer Veranstaltung gedrängt, sondern waren in der Halle, im Programm und im gemeinsamen Erlebnis sichtbar. Diese Sichtbarkeit ist wichtig, denn Zugehörigkeit bedeutet nicht nur Zugang, sondern auch Anerkennung.
Nationale Verbände, Vereine und Dojos können das Motto 2026 auf vielfältige Weise mit Leben füllen. Gemeinschaften können neue Gruppen willkommen heißen, Ehrenamtliche und Trainingspartner würdigen, Einheiten für Frauen und Mädchen anbieten, Vorführungen im adaptierten Judo organisieren oder Programme für Geflüchtete unterstützen. Manchmal genügt es, einer einzelnen Person das Gefühl zu geben, gerne wiederkommen zu können.
Zugehörigkeit zeigt sich bei der ersten Verbeugung eines Kindes, bei der Rückkehr nach einer Verletzung, im Zuspruch eines Trainers oder wenn ein Judoka eine neue Gemeinschaft entdeckt. Der Welttag des Judo 2026 rückt diese gemeinsame Verantwortung in den Fokus: Judo ist dann am stärksten, wenn alle ihren Platz darin finden.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation