Kairolla ignites Astana with breakthrough -81 kg gold - Image: IJF / International Judo Federation

Kairolla entfacht Astana mit historischem Gold in der Klasse bis 81 kg

Die Männerklasse bis 81 kg lieferte erneut eine Erinnerung daran, wie schnell sich im Judo alles ändern kann. In Astana verschwand das erwartete Drehbuch schon früh, als alle vier Topgesetzten vor dem Finalblock ausschieden und damit den Weg für einen ganz anderen Kampf um die Medaillen öffneten.

Dieses Chaos schuf Raum für einen neuen Namen im Mittelpunkt. Zhalgas Kairolla aus Kasachstan nutzte diese Gelegenheit voll aus, kämpfte sich bis ins Finale gegen Petru Pelivan aus Moldau vor und machte aus einer völlig offenen Kategorie einen Moment, den das Heimpublikum so schnell nicht vergessen wird.

Das Goldfinale war von Anfang bis Ende von echter Spannung geprägt. Kairolla setzte die ersten Akzente mit einem Yuko und dann noch einem weiteren, wodurch in der Arena das starke Gefühl entstand, dass sich etwas Besonderes anbahnte. Doch Pelivan, fünffacher Grand-Slam-Medaillengewinner, antwortete mit einer eigenen Wertung, und plötzlich war der Kampf alles andere als entschieden.

Als Pelivan den Druck erhöhte, blieb Kairolla ruhig. Dann kam die entscheidende Aktion: Er drehte sich unter Pelivan hinein und brachte mit einem Seoi-otoshi Ippon, womit er das Finale stilvoll beendete. Es war die Art von Abschluss, die die Karriere eines Athleten im selben Moment verändern kann.

Ein einziger Seoi-otoshi machte aus einem starken Lauf den goldenen Durchbruch.

Dieses Ergebnis wiegt umso schwerer, weil Kairolla als Nummer 120 der Weltrangliste angereist war und auf diesem Niveau zuvor noch keine Resultate vorzuweisen hatte. Am Ende des Tages stand er mit Gold vor seinen heimischen Fans ganz oben auf dem Podium. Für Kasachstan war es mehr als nur ein Sieg in einer stark besetzten Kategorie; es war die Entstehung eines neuen lokalen Helden vor den Augen des Publikums.

Nach dem Finale bezeichnete Kairolla den Erfolg als den wichtigsten Triumph seines Lebens und sagte, dass ihm ein Sieg in Astana alles bedeute. Diese Emotion passte zur Atmosphäre rund um die Tatami, wo die Unterstützung der Fans ihn im Verlauf des Tages ganz offensichtlich getragen hatte.

Auch aus europäischer Sicht gab es in dieser Kategorie eine Medaillengeschichte. Moldaus Pelivan gewann Silber, nachdem er im Finale großen Druck gemacht hatte, während der Ukrainer Vladyslav Kolobov im zweiten Bronzekampf Bronze holte. Kolobov setzte sich in einem dynamischen und spannenden Duell gegen Egor Sukhoparov durch, fand die Lücke zur Wertung und verteidigte anschließend seinen Vorsprung bis zum Podium.

Im anderen Bronzekampf besiegte David Lima aus Brasilien den Kasachen Doskhan Zholzhaxynov. Zholzhaxynov verteidigte sich gegen einen gefährlichen rückwärtigen Angriff gut genug, um kein Ippon abzugeben, lag aber dennoch mit einem Yuko zurück und konnte Limas Verteidigung bis zum Ende nicht mehr durchbrechen.

Ein Tag, der mit Überraschungen begann, endete damit, dass Astana auf den Beinen war.

In der Endwertung der Klasse bis 81 kg gewann Kairolla Gold, Pelivan Silber, und die Bronzemedaillen gingen an Lima und Kolobov. In einer der am dichtesten besetzten Gewichtsklassen des Judo brachte Astana ein Ergebnis hervor, das zu Beginn des Tages nur wenige vorhergesagt hätten.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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