Khazar Heydarov Delivers as Azerbaijan Hits Back in Prague - Image: EJU / European Judo Union

Khazar Heydarov liefert für die Ukraine in einem dicht besetzten Kadettenkampf bis 60 kg

Khazar Heydarov war der herausragende Name im -60-kg-Wettbewerb der Kadetten-Europameisterschaften auf Gran Canaria. Im größten Starterfeld des ersten Wettkampftages brachte der Ukrainer hohe Erwartungen und eine starke Bilanz in eines der umkämpftesten Felder auf der Tatami mit.

Insgesamt gingen 35 Judoka in dieser Kategorie an den Start, alle mit demselben Ziel: Gran Canaria als Kadetten-Europameister zu verlassen. Am Ende eines vollen und intensiven Tages reduzierte sich dieser Traum im Finale auf zwei Athleten und zwei nationale Geschichten. Damit ging es entweder um das erste ukrainische Gold in dieser Gewichtsklasse überhaupt oder um einen zweiten Titel für die Türkei.

Auf der einen Seite stand Heydarov, die Nummer eins der Setzliste und auf dem Papier der klare Favorit. Er reiste als Weltranglistensiebter an, gestützt auf fünf Titel bei Cadet European Cups und auf eine Konstanz, die ihn zu dem Athleten machte, auf den alle schauten. In einer so tief besetzten Kategorie kann dieser Status ebenso viel Druck wie Selbstvertrauen mit sich bringen.

Ihm gegenüber stand Ramazan Aykut Gur aus der Türkei. Als Nummer 26 der Weltrangliste kam er mit einer kürzeren Ergebnisliste zu diesen Meisterschaften, doch sein Weg durch den Tag hatte bereits Aufmerksamkeit erregt. Unabhängig davon, was die Ranglisten vor der Auslosung vermuten ließen, hatte Gur sich mit einer sensationellen Leistung seinen Platz im Finale verdient.

Gerade dieser Kontrast verlieh dem Duell seine besondere Spannung. Heydarov hatte die Zahlen, die Setzposition und die Erwartung auf seiner Seite. Gur hatte den Schwung und die Chance, in einer der am stärksten besetzten Klassen der Veranstaltung das erwartete Drehbuch umzuschreiben.

Für Heydarov gab es zudem noch eine weitere Ebene in dieser Geschichte. Sein Nachname hat im europäischen Judo bereits großes Gewicht. Hidayat Heydarov aus Aserbaidschan erarbeitete sich einen bedeutenden Ruf, als er 2013 Gold bei den Kadetten-Europameisterschaften bis 60 kg und 2014 einen weiteren Titel bis 66 kg gewann, bevor er später Olympiasieger, Weltmeister und Europameister wurde.

Diese Geschichte entschied auf der Tatami in Gran Canaria nichts, verlieh dem Moment aber zusätzliche Emotion. Khazar Heydarov kam mit seinem eigenen Weg, seiner eigenen Platzierung und seinen eigenen Resultaten an, doch der Familienname sorgte ganz natürlich für zusätzliche Aufmerksamkeit. Im Nachwuchs-Judo, wo Versprechen und Druck oft aufeinandertreffen, kann genau das Teil der Herausforderung sein.

Was in dieser Kategorie besonders herausstach, war, wie viel von Beginn an auf dem Spiel stand. Ein Feld mit 35 Athleten ließ keinen Raum für Zögern, und der Einzug ins Finale bedeutete, einen der härtesten Wege des ersten Wettkampftages zu überstehen. Für die Ukraine hatte dieser Moment noch größeres Gewicht, weil die Chance auf den ersten Titel in dieser Kategorie bestand.

Die Klasse bis 60 kg war das größte Starterfeld des ersten Wettkampftages.

Am Ende drehte sich die Geschichte um Heydarov darum, wie bei den Kadetten-Europameisterschaften im Judo Erwartung auf Gelegenheit traf. Gran Canaria bot eine Bühne voller Druck, Geschichte und Ehrgeiz, und der Ukrainer stand dabei im absoluten Mittelpunkt.

Quelle: EJU.net

Quelle: Fighting Lifestyle

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