Belgien gibt den Startschuss: Kortrijk eröffnet die Adapted-Judo-Saison 2026
Teilen
Der nächste große Schritt für inklusiven Judosport in Europa ist terminiert: Am 11.–12. April wird Kortrijk die erste Station der Adapted Judo Tour 2026 ausrichten. Für Belgien ist es gleich doppelt besonders, denn das Land steigt erstmals als Gastgeber der Triglav Insurance Get Together Tour ein. Damit beginnt das neue Tour-Jahr nicht nur früh, sondern auch mit einem klaren Signal: Die Bewegung wächst weiter.
Kortrijk wird zur Bühne für „Judo for All“ zum Auftakt des neuen Tour-Kalenders.
Seit dem letzten adapted judo Event im Dezember 2025 hat sich strukturell einiges getan. Ein zentraler Meilenstein ist die Gründung der EJU Adapted Judo Commission. An der Spitze steht Marina Drašković, die die neue Kommission als Motor für eine professionelle und sichere Entwicklung beschreibt. Dabei geht es nicht um große Worte, sondern um konkrete Arbeit: Standards, Qualität und echte Chancen für Athletinnen und Athleten mit Behinderungen.
Die Kommission bündelt laut Drašković unterschiedliche Perspektiven und Fachbereiche, darunter medizinische Expertise, die sportliche Leitung, eine Vertretung des Referee-Bereichs sowie erfahrene adapted judo Spezialistinnen und Spezialisten. Ziel ist ein Rahmen, der Wettbewerbe und Programme im Einklang mit den Werten der European Judo Union weiterentwickelt.
Auch der Kalender zeigt, wie europäisch diese Tour inzwischen geworden ist. Neben Belgien sind Stopps in Polen, Frankreich und den Niederlanden bestätigt. Dazu kommen die Adapted Judo Kata European Championships in Sarajevo, während die Shiai-Wettbewerbe der Europameisterschaften in Serbien geplant sind.
Mehr Länder, mehr Struktur, mehr Möglichkeiten: Europas adapted judo Netzwerk wird breiter.
Drašković betont zudem die Rolle von Bildung, um langfristiges Wachstum abzusichern. Für die kommenden European Kata Championships wurde eine Kategorie erweitert und ein zusätzliches kata eingeführt, um neue Teilnahmemöglichkeiten zu schaffen. Unterstützung kommt außerdem von fünf Sponsoren, die das Projekt stärken und bessere Bedingungen für Organisatoren ermöglichen. Kortrijk ist damit nicht nur ein Turnierstart, sondern der Auftakt zu einem Jahr, das Inklusion weiter sichtbar machen will.
Quelle: EJU_News