Lara Cvjetko Turns the Final Around for Another Qingdao Gold - Image: IJF / International Judo Federation

Lara Cvjetko dreht das Finale und holt erneut Gold in Qingdao

Lara Cvjetko war in Qingdao der prägende Name der Gewichtsklasse bis 70 kg. Die Kroatin kämpfte sich durch ein sich ständig veränderndes Feld und holte Gold. In einer Kategorie ohne klare frühe Führende fand sie die richtige Antwort im Moment des größten Drucks und verließ das Turnier mit einem weiteren Grand-Prix-Titel.

Der Tag entwickelte nie ein einfaches Muster. Starke Namen kamen weit im Turnierbaum, doch am Vormittag kontrollierte niemand die Matte vollständig. Dadurch wirkten die Kämpfe in den späteren Runden offener, und jeder Fehler wurde teurer.

In der oberen Hälfte zeigte Aleksandra Andric aus Serbien einen bemerkenswerten Lauf. Nach dem Ende von Kaillany Cardosos Turnier stoppte sie auch die topgesetzte Aoife Coughlan und erreichte das Halbfinale. Dort wurde ihr Weg von Tamara Lishchenko gestoppt, die mit Siegen gegen Dena Pohl aus Deutschland und Ida Eriksson aus Schweden still an Dynamik gewonnen hatte.

Cvjetkos Weg aus der unteren Hälfte war von Beginn an anspruchsvoll. Sie kam durch Abschnitte mit Kaja Schuster und Nauana Silva und traf dann im Halbfinale auf die Olympia-Silbermedaillengewinnerin Miriam Butkereit. Butkereit hatte bis dahin stark gewirkt und bereits Michaela Polleres und Nino Gulbani besiegt.

Dieses Halbfinale wurde zu einem der entscheidenden Wendepunkte der Gewichtsklasse. Cvjetko blieb in einem langen Kampf ruhig, der am Ende durch Strafen entschieden wurde, und tat genug, um der Deutschen den Einzug in den Kampf um Gold zu verwehren.

Cvjetko lag im Finale zunächst nicht vorn, doch sie weigerte sich, den Kampf aus der Hand zu geben.

Das Finale selbst brachte einen dramatischen Umschwung. Lishchenko zeigte in ihrem ersten Grand-Prix-Finale keinerlei Zögern und ging schnell mit zwei Yuko in Führung. In dieser Phase wirkte die Russin kontrolliert und schien auch taktisch im Vorteil.

Doch der Kampf kippte, als Cvjetko den Druck erhöhte. Lishchenko wurde tiefer in die Defensive gezwungen, ihre Angriffe verloren an Wirkung, und die Strafen häuften sich. Als das dritte Shido wegen Passivität kam, war der Kampf beendet und das Gold gehörte der Kroatin.

Cvjetko sagte später, sie freue sich sehr über das Gold und die Olympia-Qualifikationspunkte, auch wenn sie das Finale nicht als ihre beste Leistung gesehen habe. Sie verwies auf ihre Ruhe nach dem Rückstand, vertraute ihrem Griff und setzte weiter nach, bis sich das Ergebnis zu ihren Gunsten drehte. Außerdem sagte sie, dass sie sich nach Problemen mit Jetlag beim Turnier der Vorwoche körperlich in Qingdao deutlich besser gefühlt habe.

Auch der Blick nach vorn war klar. Das Verpassen von Paris 2024 habe ihren Fokus auf Los Angeles 2028 geschärft, das sie als ihr großes Ziel bezeichnete. Cvjetko ergänzte, dass sie keinen Druck verspüre, dem Weg von Barbara Matic zu folgen, auch wenn die Olympiasiegerin für sie eine große Inspiration bleibe.

Auch die Bronzekämpfe brachten europäische Erfolge. Miriam Butkereit aus Deutschland besiegte Ida Eriksson aus Schweden mit klugen Übergängen zwischen Vorwärts- und Rückwärtsangriffen, schuf so die Öffnung für Waza-ari und kontrollierte den Kampf anschließend gut. Im anderen Bronzekampf setzte sich Aleksandra Andric gegen Nauana Silva im Golden Score durch und sicherte sich mit Waza-ari einen Platz auf dem Podium.

Für Europa hatten die Ergebnisse bis 70 kg echtes Gewicht: Gold für Kroatien, Bronze für Deutschland und Bronze für Serbien. In einer Gewichtsklasse, die den ganzen Tag über ihr Gesicht veränderte, fand Cvjetko am Ende den klarsten Weg zum Titel.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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