Late twist in Tbilisi as Liparteliani finds gold in -57 kg

Liparteliani dreht das Finale spät und holt in Tiflis Gold

Die -57-kg-Klasse bei den Europameisterschaften 2026 in Tiflis brachte genau die Art von Finale, die das Publikum bis zum letzten Moment festhält. Eteri Liparteliani, als Nummer eins gesetzt und vor heimischem Publikum unter besonderer Beobachtung, erfüllte die Erwartungen und kämpfte sich bis ins Endduell vor.

Im Finale traf die Georgierin auf Timna Nelson-Levy aus Israel. Zunächst lief es nicht nach Plan für die Favoritin: Nelson-Levy setzte mit ashi-waza Akzente, arbeitete aus dem Griff weiter und kam zur ersten yuko-Wertung des Kampfes. Dieser Vorsprung hielt lange und machte die Schlussphase immer spannender.

Dann kippte der Kampf doch noch. Rund 20 Sekunden vor dem Ende mobilisierte Liparteliani noch einmal alles und brachte mit einem kraftvollen sasae-tsuri-komi-ashi die Entscheidung. Nach einem Finale mit viel Druck und noch mehr Erwartung war das der goldene Moment für die Gastgeberin.

Mit 20 Sekunden auf der Uhr drehte sich das Finale komplett.

Auch aus europäischer Sicht bot die Klasse starke Geschichten im Kampf um Bronze. Binta Ndiaye aus der Schweiz lag gegen Acelya Toprak aus Großbritannien früh zurück, antwortete aber mit starker ne-waza und glich mit yuko aus. Im golden score fand sie ihren Rhythmus und beendete den Kampf mit einem reverse seoi-otoshi zum Ippon.

Für die Schweiz war das eine wichtige Medaille, für Ndiaye ein Auftritt mit Nervenstärke. Ebenso stark präsentierte sich Sarah-Leonie Cysique aus Frankreich. Gegen Marica Perisic aus Serbien geriet sie zunächst durch ko-uchi-gari in Rückstand, konterte später jedoch zwei Angriffe und sicherte sich mit waza-ari-awasete Bronze.

Damit standen in dieser Gewichtsklasse mehrere europäische Athletinnen im Fokus. Der Titel ging an Georgien, doch auch die Medaillen von Ndiaye und Cysique unterstrichen die Tiefe des europäischen Feldes in der -57-kg-Kategorie.

Quelle: EJU_News

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