Home Tatami, New Family, Big Stakes: Li Haiyang Heads Into Qingdao - Image: IJF / International Judo Federation

Heim-Tatami, neue Familie, große Ziele: Li Haiyang vor Qingdao

Li Haiyang geht mit mehr als nur der Weltrangliste im Kopf in den Qingdao Grand Prix der IJF World Tour. Für den chinesischen Judoka in der Klasse +100 kg bringt dieses Event in Qingdao vom 26. bis 28. Juni Unterstützung aus der Heimat, nationale Verantwortung und einen wichtigen persönlichen Meilenstein abseits des Tatami zusammen.

International zu kämpfen ist immer bedeutend, aber für Li hat ein Auftritt in seiner Heimatstadt noch einmal ein besonderes Gewicht. Er sprach darüber, welche Ehre es ist, sein Land in Qingdao zu vertreten, wo starke Unterstützung vor Ort zu erwarten ist, weil Freunde aus der Nähe im Publikum sein wollen.

Gleichzeitig fällt dieses Turnier in eine wichtige Phase seines Familienlebens. Li erzählte, dass seine Frau gerade ein Kind bekommen hat, weshalb seine Familie nicht persönlich vor Ort sein wird. Das verleiht diesem Heimauftritt eine zusätzliche emotionale Ebene: eine große sportliche Chance parallel zu einem ganz neuen Kapitel abseits der Matte.

Qingdao ist für Li Haiyang nicht einfach nur die nächste Station.

Li geht als Nummer 33 der Welt und als bestplatzierter chinesischer Athlet in der Kategorie +100 kg in das Event. Dieser Status bringt ihn in seiner Gewichtsklasse in eine Führungsrolle auf heimischem Boden, besonders nach seiner Bronzemedaille bei diesem Turnier im vergangenen Jahr.

Seine Aussagen machen klar, dass es um mehr geht als um individuelle Ziele. Li sagte, die Nationalflagge zu vertreten bedeute, das Land an erste Stelle zu setzen, und genau diese Haltung prägt seinen Zugang zu diesem Turnier. Er will vor heimischem Publikum seine stärkste Seite zeigen, vor Menschen also, die genau wissen, was dieser Moment bedeutet.

Hinter der unmittelbaren Herausforderung steht außerdem ein größeres Ziel. Li bezeichnete die Olympischen Spiele als sein ultimatives Ziel, blieb aber realistisch mit Blick auf die Arbeit, die noch vor ihm liegt. Kurzfristig konzentriert er sich darauf, Olympia-Qualifikationspunkte zu sammeln und sich in der Weltrangliste weiter nach oben zu arbeiten.

Er verwies auch auf Fortschritte in seiner Kategorie und sagte, der Abstand zu einem vertrauten Rivalen werde langsam kleiner. Das ist ein kurzer Satz, in dem viel steckt. Er deutet auf einen Judoka hin, der seine Entwicklung klar erkennt, auch wenn er weiß, dass die Weltspitze noch mehr verlangt.

Der Druck ist real, aber Lis Glaube an seinen Fortschritt ist es auch.

Lis internationale Erfahrung ist noch vergleichsweise jung, wobei sein Auftritt in Qingdao im vergangenen Jahr den Beginn dieser Etappe seines Weges markierte. Gerade deshalb ist diese Rückkehr besonders interessant: Er kommt nicht mehr nur an, sondern versucht auf dem aufzubauen, was er begonnen hat.

Abseits des Wettkampfs nahm Li auch die Rolle eines Botschafters seiner Heimatstadt an. Er sprach mit Wärme über Qingdao, nannte die Stadt modern, landschaftlich schön und kulinarisch reizvoll und hieß Athleten, Offizielle und Fans aus aller Welt willkommen.

Diese Verbindung aus Ehrgeiz und Stolz verleiht seiner Geschichte eine starke menschliche Dimension. Li jagt den nächsten Schritt Richtung Olympia, trägt die Erwartungen als Chinas bestplatzierter Athlet der Klasse +100 kg und tut das in einer Stadt, die sich nach Zuhause anfühlt.

Wenn er sich darauf vorbereitet, in Qingdao auf das Tatami zu treten, dann mit Rückhalt aus der Heimat, angetrieben von nationaler Pflicht und motiviert von der Zukunft, die er sich im Judo aufbauen will.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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