Lima ist der nächste Schritt des IJF-Vorstoßes für weibliche Führung im Judo
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Die Internationale Judo-Föderation bringt ihr Sakura-Judo-Programm vom 5. bis 7. August 2026 nach Lima in Peru. Die dreitägige Initiative wird gemeinsam mit dem Peruanischen Judo-Verband organisiert und soll Frauen im Judo unterstützen, nicht nur als Athletinnen, sondern auch als Trainerinnen, Kampfrichterinnen, Funktionärinnen und künftige Führungspersönlichkeiten.
Im Zentrum des Projekts steht eine einfache, aber wichtige Idee: Judo fördert Resilienz, Selbstvertrauen, Mut und Respekt, doch diese Stärken haben Frauen innerhalb des Sports nicht immer zu dauerhaften Chancen verholfen. Für viele wird der Weg nach dem Wettkampf weniger klar, und Führungsrollen wirken weiterhin oft fern.
Larisa Kiss, IJF-Projektleiterin und Direktorin für Olympische Spiele und die olympische Bewegung im Judo, sagte, dass genau diese Erkenntnis das Programm mitgeprägt habe. Ihr Fokus liegt nicht nur darauf, die Lücke zu benennen, sondern praktische Wege zu schaffen, damit Frauen ihren Weg auf und neben der Tatami fortsetzen können.
Bei Sakura Judo geht es darum, im Sport zu bleiben und sich innerhalb des Sports weiterzuentwickeln.
Sakura Judo wurde mit Unterstützung von IJF-Präsident Marius Vizer entwickelt und verbindet Führungsentwicklung mit technischer Ausbildung. Das Format soll den Teilnehmerinnen Werkzeuge an die Hand geben, die sie sofort in ihren eigenen Verbänden und Gemeinschaften einsetzen können, und zugleich praxisnahes Judo-Wissen stärken.
Dieses Gleichgewicht ist zentral für das Programm. Masterclasses zu Führung und Empowerment stehen neben Einheiten der IJF Academy zu technischen Fähigkeiten, Kata und Kampfrichterwesen. Hinzu kommen Diskussionen, die vom Women in Sport High-Performance (WISH)-Programm inspiriert sind und den Teilnehmerinnen helfen sollen, an Kommunikation, Selbstvertrauen und Führungsstrategien für die Zukunft zu arbeiten.
Marius Vizer bezeichnete Sakura Judo als eine Initiative der IJF zur Gleichstellung der Geschlechter, die Frauen inspirieren und unterstützen soll, damit sie Teil des Judo bleiben und ihren beruflichen Weg in diesem Sport fortsetzen können. Seine Botschaft ist klar: Jede Frau im Judo soll sich geschätzt fühlen und als unverzichtbarer Teil der Judo-Familie anerkannt werden.
In Peru wurde das Programm an nationale Bedürfnisse angepasst. Der Peruanische Judo-Verband legt besonderen Wert darauf, die Beteiligung und Bindung von Frauen im Judo zu erhöhen, Trainerinnen und Sportfunktionärinnen zu entwickeln, sicheren Sport und Athletinnenschutz zu fördern sowie praxisnahe Selbstverteidigungsausbildung anzubieten.
Dreißig Teilnehmerinnen werden am Seminar im Sportkomplex VIDENA in Lima teilnehmen. Zur Gruppe gehören Athletinnen, Trainerinnen, Kampfrichterinnen, Organisatorinnen, Funktionärinnen und Frauen, die bereits in Führungspositionen arbeiten. Diese Mischung an Erfahrungen könnte dem Programm über die drei Tage hinweg echte Tiefe verleihen.
Das Ziel ist größer als ein einziges Seminar in einer einzigen Stadt.
Was Sakura Judo besonders macht, ist sein langfristiger Anspruch. Die IJF präsentiert es nicht als einmalige Veranstaltung, sondern als Beginn eines breiteren Entwicklungswegs. Die Teilnehmerinnen werden ermutigt, ihr Studium über die IJF Academy fortzusetzen, Mentorinnen und Vorbilder zu werden und dabei zu helfen, in ihren eigenen Ländern stärkere und inklusivere Judo-Gemeinschaften aufzubauen.
Dieser vorausschauende Ansatz verleiht der Ausgabe in Lima besonderes Gewicht. Es geht nicht nur darum, was im August 2026 geschieht, sondern auch darum, was diese Frauen lange nach dem Ende des Seminars in Vereine, Verbände und die lokale Judo-Kultur zurücktragen können.
In diesem Sinne versucht Sakura Judo etwas zu erreichen, das für den Sport von großer Bedeutung ist: sicherzustellen, dass Frauen Judo nicht nur durchlaufen, sondern jede Chance erhalten, seine Zukunft mitzugestalten.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation