Ngayap-Hambou trotzt dem Hexenkessel von Tiflis und holt erneut EM-Bronze
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Maxime-Gael Ngayap-Hambou hat in Tiflis eines der auffälligsten Ergebnisse im -90-kg-Feld geliefert. Der Franzose, der vor den Olympischen Spielen in Paris bereits Talent angedeutet hatte und 2024 mit Bronze auf der olympischen Bühne den nächsten Schritt machte, zeigte auch bei den Europameisterschaften Nervenstärke. In einer Halle, die fast komplett hinter den georgischen Athleten stand, blieb er ruhig und arbeitete sich wieder aufs Podium.
Der Tag verlief für ihn nicht geradlinig. Nach frühen Siegen wartete im Viertelfinale Alex Cret aus Rumänien, und dort musste Ngayap-Hambou einen Rückschlag hinnehmen. Cret zog ins Halbfinale ein, während der Franzose den Umweg über die Repechage nehmen musste.
Genau dort zeigte sich, warum sein Name im internationalen Judo immer ernster genommen wird. Gegen Ivanov aus Bulgarien gewann er den Kampf um die nächste Chance und sicherte sich damit den Einzug in den Bronzekampf. Dort wartete schließlich Lasha Bekauri, aktueller und zweifacher Olympiasieger, dazu noch vor heimischem Publikum in Georgien.
Der Lärm in der Halle war enorm, doch Ngayap-Hambou ließ sich nicht mitreißen.
Als der Kampf um Bronze begann, war die Atmosphäre laut und feindlich, aber der Franzose blieb bei seinem Plan. Er brachte Bekauri zweimal zu Waza-ari und beendete das Duell mit Waza-ari-awasete-ippon. Damit verstummte die Arena spürbar, und Bekauri musste sich mit Rang fünf begnügen.
Besonders stark wirkte dabei die Klarheit in Ngayap-Hambous Auftritt. Er blieb auch nach der ersten Wertung konzentriert, obwohl zunächst Ippon angezeigt worden war und anschließend überprüft wurde. Diese Ruhe, verbunden mit einem präzisen taktischen Ansatz gegen Bekauris starke rechte Seite, brachte ihm die zweite EM-Bronzemedaille in Folge.
Für Frankreich ist das ein weiteres starkes Zeichen in einer gewichtigen Kategorie. Für Europa insgesamt war es zudem ein spannender Tag mit Einfluss von Alex Cret und Nemanja Majdov, doch der Schlusspunkt gehörte Ngayap-Hambou.
Quelle: EJU_News