Nine minutes of pressure, then Shavdatuashvili owns the night in Tbilisi

Shavdatuashvili krönt Tbilisi mit Marathon-Finale im -73-kg-Limit

Der zweite Wettkampftag der Europameisterschaften in Tiflis brachte im -73-kg-Limit genau das, was sich Fans von einem großen Finalblock erhoffen: Spannung, Qualität und ein Finale mit zwei Ausnahmeathleten. Am Ende standen sich Hidayat Heydarov aus Aserbaidschan und Lokalheld Lasha Shavdatuashvili aus Georgien gegenüber.

Die Atmosphäre im Olympic Palace war laut und dicht, praktisch jeder Platz besetzt. Als Shavdatuashvili im weißen Judogi auf die Matte kam, war sofort klar, dass ihn die Halle tragen würde. Doch gegen Heydarov, der als Olympiasieger? Nein, das stand nicht im Zentrum dieses Kampfes, sondern seine aktuelle Rolle als Olympiasieger, Welt- und Europameister 2024, gab es keinen Raum für einfache Aktionen.

Das Finale entwickelte sich zu einem hochklassigen Duell im Griffkampf. Beide kannten die Stärken des anderen, beide verhinderten konsequent, dass der Gegner in seine bevorzugten Angriffe kam. Es war kein Kampf voller offener Würfe, sondern einer, in dem jede Handbewegung, jeder Schritt und jede kleine Anpassung Gewicht hatte.

Mehr als neun Minuten dauerte es, bis die Entscheidung fiel. Am Ende entschied die Strafenwertung mit 3:2 hauchdünn zugunsten von Shavdatuashvili. Für den Georgier war es ein besonders starker Moment: Dreizehn Jahre nach seinem ersten und bis dahin einzigen EM-Titel auf Seniorenniveau stand er wieder ganz oben.

Tiflis bekam das Finale, auf das die Halle gehofft hatte.

Auch in den Bronzekämpfen gab es starke europäische Geschichten. Bilal Ciloglu aus der Türkei setzte sich gegen Akil Gjakova aus dem Kosovo durch, nachdem er kurz vor Schluss der regulären Kampfzeit mit ko-soto-gake ein Waza-ari erzielte.

Im zweiten Bronzekampf sorgte Frankreich für ein besonderes internes Duell. Joan-Benjamin Gaba traf auf den erst 20-jährigen Dayyan Boulemtafes. In der Verlängerung lag Gaba bei den Strafen zurück, dann nutzte Boulemtafes seine Chance und konterte mit einem großen o-soto-gaeshi. Damit holte er seine erste große Medaille und setzte ein klares Zeichen für seinen Schritt aus dem Juniorenbereich nach oben.

Quelle: EJU_News

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