Anna Monta Olek vor stark besetzter -78-kg-Klasse in Baku
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Anna Monta Olek reist als Weltranglistenerste der Klasse bis 78 kg zu den Weltmeisterschaften nach Baku. In einer der umkämpftesten Kategorien im Judo wartet ein weit offenes Rennen auf sie. Deutschlands größte Hoffnung stand bei der WM im vergangenen Jahr im Finale, unterlag dort Alice Bellandi und hat nun selbst die Chance, nach dem Titel zu greifen.
Bellandi, Olympiasiegerin und amtierende Weltmeisterin aus Italien, fehlt als prominente Ausnahme in einem ansonsten hochkarätig besetzten Feld. Oleks Weg bis ins Viertelfinale wirkt auf dem Papier vergleichsweise frei, doch in den entscheidenden Runden steigt der Druck deutlich.
In Pool B treffen mit Japans Kurena Ikeda und Frankreichs Kaila Issoufi zwei der stärksten Athletinnen dieses Abschnitts aufeinander. Pool C wird von Yelyzaveta Lytvynenko aus den Vereinigten Arabischen Emiraten angeführt, die für ihr Land noch auf die erste WM-Medaille wartet. Ein Durchbruch in Baku wäre für Lytvynenko und das Judo der VAE von großer Bedeutung.
Auch die erfahrene Audrey Tcheumeo ist im Feld eine ernsthafte Größe. Die Französin gewann 2012 in London eine olympische Medaille und gehört 14 Jahre später noch immer zu den Top 10 der Weltrangliste. Vor einem möglichen Duell mit Lytvynenko könnte Tcheumeo jedoch in einem anspruchsvollen Abschnitt auf Großbritanniens Emma Reid treffen, zu dem auch Deutschlands Alina Boehm gehört.
In der Klasse bis 78 kg treffen Erfahrung und Ambition aufeinander – Fehler sind kaum erlaubt.
In der unteren Hälfte des Tableaus warten weitere europäische Medaillenkandidatinnen. Sloweniens Metka Lobnik und Portugals Patricia Sampaio, Olympia- und WM-Medaillengewinnerin, dürfen sich beide berechtigte Chancen auf das Podium ausrechnen. Bei so vielen etablierten Athletinnen im gesamten Feld zählt der Weg zu Gold bis 78 kg in Baku zu den schwierigsten Aufgaben dieser Weltmeisterschaften.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation