Früher Treffer, eiserne Kontrolle: Arbuzov setzt im -81-kg-Finale das Ausrufezeichen
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Timur Arbuzov hat im -81-kg-Finale seinen europäischen Titel verteidigt – und zwar mit einem Auftritt, der keine Anlaufzeit brauchte. Gegen Georgiens Tato Grigalashvili, im Hexenkessel eines leidenschaftlichen georgischen Publikums, ging der 22-Jährige sofort ins Risiko und bekam dafür die perfekte Belohnung: ein früher Score, gefolgt von einem nahtlosen Wechsel in den Boden.
Arbuzov brauchte nur einen Moment, um das Finale zu kippen.
Im ne-waza machte Arbuzov den Unterschied mit harter Kontrolle in kami-shiho-gatame. Genau dieser frühe Durchbruch setzte den Ton für den gesamten Kampf. Grigalashvili, normalerweise ruhig und strukturiert, musste plötzlich hinterherlaufen und reagierte mehr, als dass er sein gewohntes Tempo diktieren konnte.
Arbuzov blieb danach nicht passiv. Mit präzisem ashi-waza und kluger Taktik, vor allem gegen die Vorwärtsbewegung des Georgiers, hielt er die Kontrolle und legte einen zweiten überzeugenden Wertungserfolg nach. Die Arena blieb laut, doch der Rückstand war zu groß, um ihn noch zu drehen – Grigalashvili holte Silber nach einem starken Turniertag, inklusive eines Halbfinalsiegs gegen Zelim Tckaev.
Auch das Podium zeigte europäische Breite: Bronze ging an Aserbaidschans Zelim Tckaev und Serbiens Mihajlo Simin. Tckaev fiel mit kreativem, offensivem Judo auf und ließ vielen Gegnern kaum Luft zum Antworten. Simin unterstrich seinen Ruf als eines der spannendsten serbischen Talente und schaltete auf dem Weg zu Bronze im Viertelfinale Ex-Weltmeister Matthias Casse aus.
Für Casse lief es dagegen bitter: In der Hoffnungsrunde verlor er gegen Ukraines Mykhailo Svidrak und ging leer aus. Insgesamt zeigte die -81-kg-Klasse, wie schnell sich Gewichte verschieben können – neue Namen drücken rein, etablierte Stars geraten unter Druck.
Quelle: JudoInside