One Win from the Podium: Pintér Bulcsú’s Honest Take After Paks - Image: EJU / European Judo Union

Ein Sieg bis zum Podium: Pintér Bulcsús ehrlicher Rückblick nach Paks

Pintér Bulcsú war einer der ungarischen Judoka, die beim Junior European Cup in Paks lange im Rennen blieben. In der Männerklasse bis 90 kg fehlte dem Athleten vom Budapesti Honvéd Judo Club nur ein Sieg zu einer Medaille, bevor er im Kampf um Bronze unterlag.

Das Turnier in Ungarn war eine weitere stark besetzte Station im Junior-European-Cup-Kalender und bot jungen Athletinnen und Athleten eine wichtige Gelegenheit, ihren Leistungsstand vor den größten Prüfungen der Saison zu messen. An zwei Wettkampftagen führte Russland den Medaillenspiegel mit 10 Gold-, sechs Silber- und neun Bronzemedaillen an. Die Niederlande wurden Zweite mit einer Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille, während Serbien mit einer Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen auf Rang drei landete.

Für das Gastgeberland kamen die Medaillen am ersten Wettkampftag mit einer Silber- und einer Bronzemedaille. Am Sonntag kam nichts mehr hinzu, dennoch gab es für Ungarn positive Zeichen, da mehrere Judoka in ihren Klassen weit kamen. Bulcsú gehörte zu denen, die dem Podium am nächsten waren.

Seine letzte Hürde war der Russe Ademirkan Tambiev im Kampf um Bronze. Tambiev gewann den Kampf, doch Bulcsús Reaktion danach zeigte einen ruhigen und realistischen Blick auf seinen eigenen Tag. Statt nach Ausreden zu suchen, fasste er seine Leistung mit klarem Augenmaß zusammen.

Er sagte, dass er mehr oder weniger alles gezeigt habe, wozu er in der Lage gewesen sei. Gegen einen schwierigen Gegner ist das entscheidend. Bulcsú beschrieb Tambiev als sehr schwer aus dem Gleichgewicht zu bringen und betonte, dass es in dessen Judo nicht viele Schwächen gebe.

Bulcsú war schmerzhaft nah dran, doch seine Leistung ragte für Ungarn dennoch heraus.

Der Ungar erklärte auch, an welcher Stelle sich der Kampf aus seiner Sicht hätte drehen können. Seiner Meinung nach wäre die beste Möglichkeit gewesen, Tambiev mit der Zeit müde zu machen, denn im Verlauf des Tages wirkte er wie ein Athlet, der ermüden könnte. Dennoch stellte Bulcsú klar, dass er einem sehr starken Gegner gegenüberstand, dessen frühere Resultate sein Niveau bereits gezeigt hatten.

Es war keine Rivalität mit Vorgeschichte. Bulcsú hatte vor Paks noch nie gegen Tambiev gekämpft, ging aber trotzdem nicht unvorbereitet hinein. Er hatte ihn auf der internationalen Tour beobachtet und darauf geachtet, wie er kämpft – ein wichtiges Detail im Junioren-Judo, wo unbekannte Gegner schnell zu großen Gefahren werden können.

Die Vorbereitung selbst brachte jedoch keine dramatischen Änderungen mit sich. Bulcsú erklärte, dass sein Training das ganze Jahr über konstant bleibe, mit nur einer leichten Reduzierung der Belastung vor dem Wettkampf, damit er nicht zu müde anreise. Es ist ein einfacher Ansatz, der auf Vertrauen in die tägliche Arbeit statt auf kurzfristige Anpassungen baut.

Gerade deshalb wirkt seine Einordnung nach Paks umso ehrlicher. Natürlich war da Enttäuschung, weil eine Medaille in Reichweite war. Aber da war auch Klarheit. Bulcsú verließ die Tatami ohne Podestplatz, aber mit dem Gefühl, dem Moment ehrlich begegnet zu sein – gegen einen der stärksten Athleten im Feld.

Im Junioren-Judo kann auch eine solche Leistung viel aussagen. Paks endete für Pintér Bulcsú zwar ohne Medaille, bot aber ein klares Bild davon, wo er steht und welches Niveau nötig ist, um den nächsten Schritt zu machen.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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