Pirelli seizes his moment as -100 kg takes a wild turn in Tbilisi

Pirelli nutzt das Chaos im -100-kg-Feld und holt EM-Gold

Im -100-kg-Turnier in Tiflis war früh klar, dass dieser Wettkampftag nicht nach Drehbuch verlaufen würde. Zelym Kotsoiev aus Aserbaidschan, Weltmeister von 2024 und aktueller Olympiasieger, wirkte in den ersten Runden wie der klare Mann für den Titel. Doch im Halbfinale kippte das Bild komplett.

Nicht Arman Adamian stand ihm dort gegenüber, sondern Simeon Catharina aus den Niederlanden. Der Niederländer hatte den russischen Ex-Weltmeister überzeugend bezwungen und damit für eine der wichtigsten Wendungen des Tages gesorgt. Im Duell mit Kotsoiev entwickelte sich danach ein hektischer und strenger Kampf, in dem die Strafen schnell anstiegen.

Dann folgte die Szene, die das Tableau endgültig veränderte. Kotsoiev wurde nach einer verbotenen Aktion disqualifiziert und aus dem Finalblock genommen. Für Catharina war es der Sprung ins Endduell, für das gesamte Gewicht bedeutete es: Alles war plötzlich offen.

Auch in der anderen Hälfte des Feldes ging es turbulent zu. Noel van ’t End Korrel aus den Niederlanden schaltete den topgesetzten Savytskiy aus, wurde danach aber selbst von Daniel Eich aus der Schweiz gestoppt. Eich erreichte das Viertelfinale, verlor dort jedoch gegen Italiens Gennaro Pirelli.

Im -100-kg-Feld reichte ein Moment, um den ganzen Tag zu drehen.

Pirelli nutzte seine Chance stark. Im Halbfinale gegen Niiaz Bilalov brachte ihn ein frühes kata-guruma mit Waza-ari in Führung, danach verteidigte der Italiener seinen Vorsprung abgeklärt bis zum Schluss. Damit stand fest: Es würde ein rein europäisches Finale zwischen Pirelli und Catharina geben.

Für beide war das bereits ein neues Kapitel, nachdem sie im Vorjahr noch Bronze bei den kontinentalen Titelkämpfen geholt hatten. Das Finale blieb eng und zog sich tief in den Golden Score. Am Ende verlor Catharina etwas den Rhythmus und kassierte seine dritte Strafe.

Mit 25 Jahren durfte Gennaro Pirelli dann den größten kontinentalen Erfolg seiner Laufbahn feiern. Hinter ihm komplettierten Adamian mit Bronze und Lokalmatador Ilia Sulamanidze, der nach Kotsoievs direktem hansoku-make Bronze erhielt, das Podium. Aus europäischer Sicht blieb vor allem eines hängen: Die Niederlande, die Schweiz und Italien prägten einen komplett verrückten -100-kg-Tag entscheidend mit.

Quelle: EJU_News

Zurück zum Blog