Warum Poreč die Judo-Welt jeden Sommer zurückholt
Teilen
Poreč steht erneut im Mittelpunkt des internationalen Judo, denn JudoFest bringt Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer sowie Offizielle zu einem der wichtigsten Sommer-Treffen des Sports zusammen. In Kroatien sind das Olympic Training Camp der European Judo Union und das Poreč Cadet Training Camp wieder die Hauptattraktionen und füllen die Tatami mit bewährten Champions und ehrgeizigen jungen Judoka.
In der Intersport Hall in Zelena Laguna hat die Veranstaltung mehr als 600 Senior-Athletinnen und -Athleten aus über 40 Ländern sowie 200 Kadettinnen und Kadetten angezogen. Vom 8. bis 13. Juni teilen sich Olympiamedaillengewinner, Weltmeister und aufstrebende Namen denselben Trainingsraum. Das verleiht dem Camp genau jene Intensität, die Poreč zu einem beliebten Halt im internationalen Kalender gemacht hat.
Für das europäische Judo ist das Aufgebot besonders beeindruckend. Der tschechische Star Lukáš Krpálek, zweimaliger Olympiasieger und in Poreč ein vertrautes Gesicht, ist erneut dabei. Auch Georgiens Team reist mit großer Qualität an, angeführt von Olympiasieger Lasha Shavdatuashvili und ergänzt durch die Weltmeister Tato Grigalashvili und Eteri Liparteliani.
Auch darüber hinaus ist die europäische Dichte an Spitzenkräften groß. Die Weltranglistenerste Lara Cvjetko trainiert in Poreč, ebenso Deutschlands Anna Monta Olek und Portugals doppelter Weltmeister Jorge Fonseca. Die Anwesenheit so vieler etablierter Namen gibt jüngeren Athletinnen und Athleten eine seltene Chance, sich im selben Camp mit einigen der besten Judoka der Welt zu messen.
Kroatiens Rolle geht weit über das Ausrichten hinaus. Mehr als 50 kroatische Senior-Athletinnen und -Athleten sowie rund 40 Kadettinnen und Kadetten nehmen teil, unterstützt von einem großen nationalen Trainerteam. Diese lokale Präsenz ist wichtig, besonders für ein Land, das hochklassiges internationales Judo nun empfangen kann, ohne seine Athletinnen und Athleten dafür ins Ausland schicken zu müssen.
Barbara Đinović, geborene Matić, ist trotz der Erwartung ihres ersten Kindes in drei Monaten weiterhin eng mit dem kroatischen Judo-Verband verbunden. Ihre Verbindung zur Veranstaltung verleiht der Atmosphäre rund um das Camp eine weitere Ebene, und sie lobte sowohl das Trainingsniveau als auch die Organisation und betonte den Wert, so viele starke Judoka an einem Ort zusammenzubringen.
Auch der Trainer der kroatischen Frauen-Nationalmannschaft, Dragan Crnov, unterstrich, wie wichtig es ist, eine solche Veranstaltung auszurichten. Für die heimischen Athletinnen und Athleten ist die Möglichkeit, auf vertrautem Boden mit internationalen Partnern aus der Elite zu arbeiten, eine große Chance, und Kroatien will sie erkennbar bestmöglich nutzen.
Poreč ist nicht nur Gastgeber für Judo, sondern prägt eine ganze große Judo-Woche.
Die Anziehungskraft liegt nicht nur auf der Matte. Die Teilnehmenden wohnen im Plava-Laguna-Resort, wo Unterkunft, Regenerationsbereiche und Freizeitmöglichkeiten nah beieinander liegen. Krpálek hob genau dieses Gleichgewicht hervor und verwies auf die Qualität der Anlagen, die kurzen Wege und sogar auf die Möglichkeit, nach dem Training das Meer zu genießen.
JudoFest geht zudem über die Camps für Senioren und Kadetten hinaus. Vom 14. bis 18. Juni wird das Programm mit U14- und U16-Trainingscamps unter Leitung von Weltmeister Ákos Braun, inklusiven Judo-Einheiten, einem Kata-Seminar mit Kodokan-Instruktoren und einem Familiencamp für Eltern mit Kindern unter zehn Jahren fortgesetzt.
Bei einer erwarteten Gesamtteilnahme von 1.100 Personen sticht JudoFest in Poreč nicht nur wegen der Zahlen hervor. Es vereint Elitevorbereitung, Ausbildung, Inklusion und Familienaktivitäten an einem Ort. Das ist ein wichtiger Grund, warum die Judo-Welt immer wieder zurückkehrt.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: IJF / International Judo Federation