Apeldoorn 2027: Europas Judoszene kehrt im königlichen Setting zurück
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Im niederländischen Apeldoorn hat der Countdown für die Europameisterschaften 2027 offiziell begonnen – und zwar mit ordentlich Symbolkraft. Die Europäische Judo Union, der Judobond Nederland, die lokale Organisationscrew und Vertreter der Provinz Gelderland trafen sich zu einer Pressekonferenz in den königlichen Stallungen von Schloss Het Loo. Die Veranstaltung startete auf Englisch und wechselte dann ins Niederländische, ein klares Signal für den Mix aus internationalem Anspruch und nationalem Stolz.
Apeldoorn 2027 verbindet europäische Judospitze mit royaler Kulisse.
Der historische Ort, einst genutzt von der niederländischen Königsfamilie, stand für Tradition und Zukunft zugleich. Hier machte EJU-Präsident Dr. Tóth László deutlich, dass es 2027 nicht nur um Medaillen gehen soll, sondern um Zusammenhalt, Freundschaft und darum, wie Judo Leben verändern kann. Apeldoorn wird die 76. Auflage der Kontinentalmeisterschaft austragen, ein weiterer Eintrag in eine Geschichte, die 1951 in Paris begann.
Die Niederlande spielen in dieser Geschichte eine echte Hauptrolle. Bereits sechsmal fanden die Europameisterschaften dort statt, unter anderem in Rotterdam, Amsterdam, Voorburg, Kerkrade und Den Haag. Dazu kommen drei Europäische Team-Meisterschaften, und in der ewigen Medaillenstatistik liegen die Niederlande mit 105 EM-Goldmedaillen auf Rang zwei. Das unterstreicht, wie stark Europas Judoszene und besonders die niederländische Schule aufgestellt sind.
Die Ausgabe 2027 in Apeldoorn wird sich auf die Einzelwettkämpfe konzentrieren, während die Team-Entscheidungen separat organisiert werden. So sollen die Athletinnen und Athleten entlastet und hochwertige Turniere im Rahmen der Olympiaqualifikation geschaffen werden. Für Europas Topjudoka bedeutet das: In Apeldoorn geht es gleichzeitig um EM-Titel und wichtige Punkte auf dem Weg zu den Spielen.
Neben dem Spitzensport ist ein großes Rahmenprogramm geplant. Ein Judo Festival mit Kids Camp soll hunderte Kinder aus ganz Europa an die Tatami bringen, inklusive spezieller Adapted Judo Angebote und Aktionen in der ganzen Provinz Gelderland. Die EJU und der niederländische Verband demonstrierten ihren Schulterschluss mit der Einladung an Micha van Herk in den EJU-Beirat. Politik, Sportverbände und Olympia-Strukturen des Landes ziehen an einem Strang – beste Voraussetzungen für ein europäisches Judo-Highlight im königlichen Ambiente.
Quelle: EJU_News