Sarajevo 2026: Ein neuer Meilenstein für inklusives Judo
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Sarajevo richtet am 25. und 26. September 2026 das Special Olympics Judo Open Sarajevo 2026 aus und setzt damit ein wichtiges Zeichen für inklusives Judo. Veranstaltet wird das Open von Special Olympics Europe Eurasia und Special Olympics Bosnien und Herzegowina gemeinsam mit der International Judo Federation. Es ist Teil des Gesamtprogramms der Judo-Weltmeisterschaften der Veteranen und Kata.
Rund 130 Athletinnen und Athleten aus 20 Ländern werden auf die Tatami erwartet. Sie vertreten alle fünf Leistungsstufen von Special Olympics. Damit ist es die erste internationale Special-Olympics-Judoveranstaltung, die gemeinsam mit der IJF entwickelt wurde, sämtliche Leistungsstufen umfasst und in ein WM-Programm der IJF eingebunden ist.
Grundlage der Veranstaltung ist eine 2025 von Special Olympics International und der IJF unterzeichnete Absichtserklärung. Darin bekräftigten beide Organisationen das gemeinsame Ziel, die Möglichkeiten für Judoka mit geistiger Behinderung auszubauen und die Inklusion im Sport zu stärken.
Das Sarajevo Open führt alle fünf Leistungsstufen von Special Olympics in einem WM-Rahmen der IJF zusammen.
Sven Albrecht, Präsident und Geschäftsführer von Special Olympics Europe Eurasia, bezeichnete Sarajevo als starkes Beispiel für den Anspruch der Organisation, Athletinnen und Athleten aller Leistungsstufen hochwertige sportliche Möglichkeiten zu bieten. Zugleich hob er die Arbeit des Teams in Bosnien und Herzegowina sowie die Bedeutung von Partnern hervor, die die Werte von Inklusion und Fair Play teilen.
Auch die IJF sieht die Veranstaltung eng mit den langjährigen Grundsätzen des Judo verbunden. IJF-Präsident Marius L. Vizer verwies auf die Geschichte von Special Olympics beim Abbau von Barrieren für sportliche Leistung, Gesundheit und Freude. Der Weltverband sei stolz darauf, diesen sportlichen Weg zu unterstützen.
Für die Gastgeber hat die Rolle Sarajevos eine besondere Bedeutung. Special Olympics Bosnien und Herzegowina wird gemeinsam mit dem Judo-Verband von Bosnien und Herzegowina und lokalen Partnern mehr als 240 Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer, Offizielle sowie Delegationsmitglieder begrüßen.
Für Special Olympics Bosnien und Herzegowina ist es seit den Südosteuropäischen Freundschaftsspielen 2004 die erste große internationale Special-Olympics-Veranstaltung. Nationaldirektorin Kada Delić-Selimović bezeichnete die Ausrichtung des Open als Ehre und als Chance, die Botschaft der Bewegung wieder in großem Rahmen ins Land zu tragen.
Im September stehen die Leistung, der Einsatz und die Entwicklung aller beteiligten Judoka im Mittelpunkt. Indem Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung in einem WM-Umfeld antreten, unterstreicht Sarajevo 2026 eine einfache Botschaft für die Judo-Gemeinschaft: Auf der Tatami ist Platz für alle.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation