Finale mit Shido-Drama: Lorsanov holt Gold, Kopecky sorgt für tschechischen Jubel
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Im -90-kg-Limit beim Grand Slam Dushanbe 2026 lag Spannung in der Luft, lange bevor die Medaillen vergeben wurden. Die Topgesetzten waren im IJF-Weltranking eng beieinander, doch Theodoros Tselidis (GRE) brachte als Olympiadritter aus Paris das stärkste Profil mit. Genau deshalb schaute die Halle besonders genau hin.
Tselidis arbeitete sich mit kontrollierten Würfen durch die Runden und zog verdient ins Finale ein. Dort wartete Mansur Lorsanov (RUS), der bereits dreimal Grand-Slam-Gold gewonnen hatte und nun auf Titel Nummer vier aus war. Beide gingen das Duell vorsichtig an, niemand wollte dem anderen eine klare Öffnung schenken.
Diese Vorsicht kippte jedoch in ein riskantes Spiel mit Strafen. Als der Golden Score näher rückte, standen beide bereits bei zwei Shido, und jeder weitere Fehler hätte sofort entschieden. Am Ende traf es Tselidis: Ein dritter Shido beendete das Finale, und Lorsanov nahm den Sieg mit.
Ein Finale, das nicht über Ippon, sondern über Nerven und Shido entschieden wurde.
Aus europäischer Sicht gab es dennoch Grund zur Freude: Adam Kopecky (CZE) holte im ersten Kampf um Bronze die erste Medaille des Turniers für Tschechien. Gegen Eldar Allakhverdiev (RUS) geriet er nach weniger als einer Minute durch Waza-ari nach Uchi-mata-makikomi in Rückstand.
Kopecky blieb ruhig, glich wenig später aus und änderte dann clever den Rhythmus. Mit Tomoe-nage erzielte er den zweiten Waza-ari und drehte den Kampf komplett. Für ihn war es bereits die dritte Grand-Slam-Medaille – und ein echtes Ausrufezeichen in Dushanbe.
Im zweiten Bronzekampf setzte sich Mihail Latisev (MDA) durch. Er startete schnell mit Yuko, verteidigte stark und legte in den letzten 20 Sekunden mit Waza-ari nach einem O-uchi-gari nach, um den Podestplatz abzusichern.
Quelle: JudoInside