How Judo Helped Turn a Friuli Mosaic School into a Space for Inclusion - Image: IJF / International Judo Federation

Wie Judo eine Mosaikschule im Friaul zu einem Ort der Inklusion machte

Spilimbergo wurde am 7. Juni zum Schauplatz einer anderen Art von Judo-Geschichte, als „The Mosaic of Movement“ junge Menschen in der Scuola Mosaicisti del Friuli zusammenbrachte. Die Initiative verband Sport, Kunst und Inklusion durch einen gemeinsamen aktiven Vormittag am italienischen Nationalen Tag des Sports.

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren nahmen an der Veranstaltung teil, die auch Teil des Regionalprojekts Friaul-Julisch Venetien „Fly High with Sport“ war. In den Innen- und Außenbereichen der Schule durchliefen die Teilnehmenden Aktivitätsstationen unter Anleitung erfahrener Trainerinnen und Trainer und erkundeten Bewegung in unterschiedlichen Formen.

Judo stand im Zentrum des Programms, nicht nur als Sportart, sondern auch als pädagogisches Werkzeug. Durch Spiele, Bewegung und Interaktion wurden die jungen Teilnehmenden an Werte herangeführt, die zum Kern des Judo gehören: Respekt, Selbstkontrolle, Widerstandskraft und die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu begegnen. Die Erfahrung ging über Technik hinaus und stellte eine Lehre in den Mittelpunkt, die viele Judoka gut kennen: Ein Fall ist nicht das Ende der Aktion, sondern die Chance, wieder aufzustehen.

Neben Judo umfasste die Veranstaltung auch Kunstturnen und rhythmische Sportgymnastik, die Gleichgewicht, Koordination und Präzision förderten, während Parkour die Teilnehmenden dazu einlud, körperliche und mentale Barrieren zu testen. Diese Mischung gab dem Tag einen breiteren Rhythmus, doch die Botschaft blieb durchgehend dieselbe: Bewegung kann lehren, verbinden und Selbstvertrauen aufbauen.

Was dem Projekt seine stärkste Identität gab, war der Veranstaltungsort selbst. Die Scuola Mosaicisti del Friuli war nicht nur Gastgeberin. Die Organisatoren nutzten die Mosaikkunst als Metapher für Inklusion und zeigten, wie jedes einzelne Teil zu einem vollständigen Bild beiträgt, so wie jeder junge Mensch etwas Wertvolles in eine Gemeinschaft einbringt.

In Spilimbergo wurde Judo genutzt, um Bewegung, Kreativität und Zugehörigkeit zu verbinden.

Diese Idee spiegelte sich in der Gestaltung der Aktivitäten wider, die vollständig barrierefrei angelegt waren, sodass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen gemeinsam mit Gleichaltrigen teilnehmen konnten. In diesem Rahmen gingen die Werte, die oft mit Judo verbunden werden, darunter Freundschaft, Solidarität und gegenseitiger Respekt, ganz natürlich über die Tatami hinaus in das alltägliche Gemeinschaftsleben über.

Die Verbindung zwischen Judo und Mosaikkunst in Spilimbergo ist nicht neu. Claudio Tonus, Präsident des Judo Club Fenati, betonte, dass diese Verbindung seit Jahrzehnten besteht. Seit 1964 organisiert der Verein ein Judo-Turnier, das dieser lokalen künstlerischen Tradition gewidmet ist, mit Trophäen des Mosaikmeisters Rino Pastorutti.

Für Tonus hatte es eine besondere Bedeutung, junge Menschen an den Ort zu bringen, an dem diese Kunst entsteht, um dort Sport zu treiben. Er bezeichnete dies als die Erfüllung eines Traums und als eine Botschaft der Einheit und des Wachstums für die gesamte Gemeinschaft. Er dankte auch Stefano Lovison, dem Präsidenten der Scuola Mosaicisti del Friuli, dafür, dass er geholfen hat, die Initiative zu ermöglichen.

Die Schule selbst verleiht der Geschichte noch mehr Gewicht. Sie spielte in den 1930er Jahren eine historische Rolle bei der Gestaltung von Mosaikdekorationen für das Foro Italico und den olympischen Schwimmkomplex in Rom, Werke, die bis heute als dauerhafte Symbole der Verbindung zwischen Kunst und Sport bestehen.

Am Ende der Veranstaltung war die Botschaft klar. Durch Judo und Mosaikkunst wurden die Teilnehmenden eingeladen zu erkennen, dass jeder Unterschied einen Wert hat und jeder Beitrag zählt. In einem einzigen Vormittag in Spilimbergo wurde Sport zu einem Weg, Brücken zu bauen und jungen Menschen das Gefühl zu geben, Teil von etwas Größerem zu sein.

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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