Pirellis großer Durchbruch in Tiflis bringt Italien erneut nach vorn
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Noch kurz vor den Europameisterschaften der Senioren 2026 in Tiflis war für Gennaro Pirelli offenbar nicht sicher, ob er überhaupt antreten kann. Am Ende stand der Italiener ganz oben und holte sein erstes kontinentales Gold bei den Senioren in der Klasse bis 100 kg.
Dieser Titel wirkt umso stärker, weil der Weg dorthin alles andere als leicht war. Pirelli kam nach einer Verletzung zurück und hatte zuletzt auch privat eine schwere Zeit erlebt, nachdem er ein Familienmitglied verloren hatte. In Tiflis verwandelte er diese Belastung in Entschlossenheit.
Schon in den vergangenen beiden Ausgaben hatte er jeweils Bronze gewonnen. Diesmal reiste er mit dem klaren Ziel an, den letzten Schritt zu machen. Genau das gelang ihm, und damit setzte er ein starkes Zeichen für sich selbst und für alle, die weiter an ihn geglaubt hatten.
Aus Zweifel wurde in Tiflis der größte Moment seiner bisherigen Karriere.
Im Finale der -100-kg-Kategorie traf Pirelli auf den Niederländer Simeon Catharina. Der Größenunterschied war sichtbar, doch für den Italiener war das nichts Neues. Er betonte, dass er in seiner Gewichtsklasse schon immer zu den kleineren Judoka gehört und gelernt hat, damit umzugehen.
Gerade das Finale war für ihn emotional besonders schwierig. Der Druck, keinen Fehler zu machen und diese Chance unbedingt zu nutzen, war deutlich spürbar. Umso größer war die Erleichterung, als der Titel tatsächlich feststand.
Für Italien bekam der Tag dadurch noch mehr Glanz. Pirelli sorgte für das zweite Gold des Teams, nachdem Alice Bellandi bereits in der Klasse bis 78 kg gewonnen hatte. Der Erfolg seiner Teamkollegin gab ihm nach eigenen Worten zusätzliche Energie, bevor er selbst auf die Tatami ging.
Sein Triumph in Tiflis ist deshalb mehr als nur eine Goldmedaille. Er steht für Beharrlichkeit, für ein Comeback nach Rückschlägen und für einen europäischen Titel, der hart erkämpft werden musste.
Quelle: EJU_News